Müllbilanz in Deutschland

Freitag, 06. März 2026
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Das Umweltbundesamt (UBA) und die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) haben auf ihrer Jahrespressekonferenz Ende Januar die neuesten Zahlen zum Verpackungsrecycling präsentiert.

UBA / ZSVR. Im Jahr 2024 wurden erneut rund 5,5 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle aus der Sammlung der dualen Systeme verwertet. Fünf von acht Recyclingquoten wurden erreicht, teilweise auch übererfüllt. Wie in den Vorjahren erfüllten Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton, Weissblech, Aluminium und Kunststoffen die gesetzlichen Zielvorgaben. Deutlich verfehlt wurden hingegen erneut die Quoten für Getränkekarton-, Glas- und Verbundverpackungen. Zudem widerlegten UBA und ZSVR in der Pressekonferenz mit aktuellen Zahlen und Fakten weitverbreitete Mythen zum Verpackungsrecycling. Eine zentrale Fehlannahme: Deutschland recycelt nur sehr wenige Kunststoffverpackungen. Fakt ist: Die Quote für die werkstoffliche Kunststoffverwertung ist seit 2018 von 42 Prozent auf 70 Prozentgestiegen. «Diese Entwicklung freut uns besonders. Das sind fast 30 Prozentpunkte mehr als 2018. Erstmals wurden mehr als 70 Prozent der Kunststoffverpackungen dem werkstofflichen Recycling zugeführt», sagt Dr. Bettina Rechenberg, Fachbereichsleiterin Kreislaufwirtschaft beim UBA. Grösste Herausforderung sei weiterhin die fehlerhafte Entsorgung von Müll durch Verbraucher. Abfälle in den falschen Containern führe zu hohen Sortier- und Recyclingaufwänden und damit zu höheren Kosten. Das Umweltbundesamt hält vor allem mehr Containerstellplätze und gemeinsame Anstrengungen von Verbrauchern, dualen Systemen, Kommunen und Handel für nötig, um die Sammelmengen und die Recyclingquote weiter zu steigern. Zudem gelten mit der EU-Verpackungsverordnung bald strengere Anforderungen an die Recyclingfähigkeit. «So leistungsfähig Sortier- und Recyclinganlagen auch sind – sie können nicht ausgleichen, was beim Verpackungsdesign versäumt wird», so Gunda Rachut, Vorstand der Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR). Dabei sieht sie die Hersteller in der Verantwortung: «Ab 2030 dürfen nur noch Verpackungen in Verkehr gebracht werden, die zu mindestens 70 Prozent stofflich verwertbar oder wiederverwendbar sind. Entscheidend ist die konsequente Umsetzung recyclinggerechten Designs.»

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