Frische deutlich billiger

Freitag, 30. Januar 2026
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Der Preisauftrieb für Nahrungsmittel in Deutschland hat sich zum Jahresende 2025 abgeschwächt.

AMI. Frische Lebensmittel kosten in der Summe sogar weniger als vor einem Jahr, wie eine Markt- und Preisanalyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) zeigt. Lag die Teuerungsrate für Nahrungsmittel im Oktober 2025 bei 1,3 Prozent, ging sie im November 2025 auf
1,2 Prozent zurück. Damit haben sich die Preise für Nahrungsmittel gemessen an der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesenen Inflationsrate von insgesamt 2,3 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickelt. Zu den Treibern dieser immer noch aufwärts gerichteten Preisentwicklung zählen neben Rind- und Geflügelfleisch vor allem verarbeitete Produkte und Genussmittel. Im Oktober 2025 wurden die höchsten Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr bei Obstkonserven, Schokolade und tiefgefrorenem Obst beobachtet. Frische und wenig verarbeitete Nahrungsmittel hingegen waren zum Jahresende 2025 günstiger als vor Jahresfrist. Der
AMI-Frischeindex, der die Preisentwicklung derartiger Produkte aus konventioneller Erzeugung misst, weist im November 2025 ein Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Die Trendwende wurde spätestens im Oktober 2025 eingeläutet, als frische Nahrungsmittel im Mittel 1,2 Prozent weniger als vor einem Jahr kosteten. Frisches Obst und Gemüse, Speisekartoffeln, Speiseöl, Milch und Milchfrischprodukte sowie Käse sind inzwischen teilweise sogar wesentlich günstiger als Ende 2024. Ein prominentes Beispiel dafür ist Butter: Durch den vorangegangenen Preissturz kostete ein 250-Gramm-Ziegel Deutsche Markenbutter Ende November 1,19 Euro – und damit sogar weniger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Verbraucher tun sich jedoch nach Beobachtung von AMI noch schwer, rückläufige Preise – zumindest einzelner Produkte – wahrzunehmen. AMI stützt sich bei dieser Einschätzung auf eine Befragung des Marktforschungsunternehmens POSpulse im Oktober 2025. Danach verneinten immerhin 55 Prozent der Teilnehmer eine entsprechende Frage. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Butterpreis bereits im Sinkflug und war von seinem Rekordhoch von 2,39 Euro pro 250 Gramm um 90 Cent gefallen. «Während sich also die Nahrungsmittelteuerung in Deutschland zuletzt abgeschwächt hat, dominiert in der öffentlichen Wahrnehmung anscheinend weiterhin das Bild steigender Lebensmittelpreise», kommentiert
AMI-Bereichsleiter Verbraucherforschung Thomas Els.

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