Trend-Anzeiger Milch

Dienstag, 30. September 2025
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Aktuelle Ernährungstrends lassen sich immer auch an den vielfältigen Milchprodukten ablesen. Was die Verbraucher bewegt, verändert den Markt. Und die Milch steht hier an einer besonderen Schnittstelle aktueller Einflüsse.

Der «Milch Trend Report» von The Future:Project hat es noch einmal verdeutlicht: Milchprodukte haben sich in den verschiedenen Kulturen in den letzten Jahrtausenden immer wieder gewandelt – und werden es weiter tun. Denn Gesellschaften und Geschmäcker verändern sich stetig; die Konsumanlässe werden zunehmend vielfältiger. Das treibt auch kontinuierlich den Markt der Milchprodukte voran.
 
Internationalisierte Produkte
Die Globalisierung beeinflusst kulinarische Traditionen. Dabei fungieren Milchprodukte sogar als «Kulturvermittler». Internationale Erzeugnisse wie Burrata, Mozzarella, Ayran oder Kefir sind längst nicht mehr aus dem heimischen Portfolio wegzudenken – und verbinden Menschen. Die wachsende Individualisierung modifiziert ebenfalls die Vielfalt des Angebots, das auf verschiedenste Ernährungsbedürfnisse ausgerichtet ist – sei es mit proteinreichen, fettarmen oder laktosefreien Milchprodukten oder eben klassischer Sahne. Auch die sozialen Medien spielen eine Rolle. Dort teilen insbesondere junge Menschen gerne mit, was sie essen. Das hat die Klassiker unter den Milchprodukten beflügelt: Käse und Butter, die auf Platten und «Boards» optisch lecker und variantenreich mit Extras angeordnet werden.
 
Natürlich und förderlich
Der Wunsch nach höheren Proteinanteilen und natürlichen Lebensmitteln lenkt den Verbraucher-Blick unter anderem auf Quark, Kefir oder Ayran. Dass den Mikroorganismen in Joghurt, Hüttenkäse oder Harzer Käse gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben werden, verleiht bewährten Kulturtechniken, die auf Milchsäurebakterien setzen, neuen Aufschwung. Und das Interesse an Mikronährstoffen wächst. Schliesslich werden sie als Teil eines präventiven Ernährungsstils wahrgenommen, der gerade in einer alternden Gesellschaft gefragt ist. Umso besser, wenn diese Mikronährstoffe aus natürlichen statt hochverarbeiteten Lebensmitteln stammen. Das beobachtet auch Sandra Baecke, Gebietsverkaufsleiterin bei der Molkerei Berchtesgadener Land: «Der Gesundheit zuliebe verzichten immer mehr Kunden auf hochverarbeitete  Produkte mit ellenlangen Zutatenlisten und greifen lieber wieder zur echt guten Bergbauernmilch.»
 
Ein gesunder Planet
Zudem gehen immer mehr Shopper das Thema Gesundheit im Sinne der Nachhaltigkeit ganzheitlich an. Nach dem Motto: Nur in einer gesunden Umwelt kann auch der Mensch individuell gesund sein. Der Wunsch nach ehrlichen und pragmatischen Ansätzen sowie Transparenz wächst – und damit auch nach verlässlichen Siegeln und Haltungskennzeichnungen. Hier kann die Milchbranche mit Offenheit, Mut zur Ehrlichkeit sowie Diskurs-Souveränität punkten.Auch die Emissions-Transparenz wird immer wichtiger. Der Anteil der Milcherzeugung am Gesamt-CO2-Fussabdruck der DMK Group beispielsweise liegt nach eigenen Angaben bei etwa 73 Prozent. «Vor diesem Hintergrund haben wir unser Pilotprojekt «DMK Net Zero Farms» ins Leben gerufen», heisst es aus dem Unternehmen: «Die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe testen verschiedene Klimamassnahmen, um den CO2-Fussabdruck bis Ende 2025 zu senken und in Richtung Netto-Null zu bringen.» Im Fokus dabei stehen das Betriebsmanagement, Futter- und Ackerbau und die Energieerzeugung der Betriebe zur Verringerung der CO2-Emissionen.
 
Die Verbraucher informieren
Die Molkerei Berchtesgadener Land verweist in diesem Kontext darauf, dass die genutzten Almen Hotspots der Biodiversität sind. «Sie bestehen nur, wenn dort weiterhin Kühe aufgetrieben werden und die Flächen durch die Bergbauern beziehungsweise Almbauern bewirtschaftet werden», so Sandra Baecke. Sonst würden Wälder die Almgebiete überziehen, ein Verlust an Blumen und Kräutern sei die Folge: «Das ist einer der Gründe, warum zum Beispiel im Nationalpark Berchtesgaden weiterhin Almwirtschaft betrieben wird.» Diese – vielen Verbrauchern oft nicht bekannten – Zusammenhänge werden im neuen Wanderprojekt «Da Kuah auf da Spur» aufgezeigt. Zum Start wurden vier Wandertouren ausgearbeitet. Entlang der Wege vermitteln QR-Codes Wissen zur Alm- und Berglandwirtschaft und zeigen auf, wie die Milch mit der Region, der Natur und ihrer Pflege durch die Bauern verbunden ist.

News

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Mit der Eröffnung des ersten Qwik24 in einem Hotel erweitert der Convenience-Grosshändler MCS sein Smart-Store-Konzept gezielt auf den Bereich Hotellerie und Hospitality.

Mark ­Michaelis wird zum 1. September als weiterer Geschäftsführer der Markant AG berufen.

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Die aktuelle YouGov-Studie «Retail Media aus Shopper-Sicht: Wahrnehmung, Wirkung, Wirklichkeit» gibt detaillierte Antworten aus Verbrauchersicht.

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Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln.

Statements

Die Klimaproblematik stellt eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit dar. Dabei betrachten wir effektiven Klima- und Ressourcenschutz nicht nur als unternehmerische Pflicht, sondern auch als Chance zur Innovation.
DMK Deutsches Milchkontor 

 

Einer der Schlüssel zu CO2-schonender Milchproduktion ist das Grünland. Aktuelle Studien der TU München legen nahe, dass die Milchwirtschaft im Grünlandgürtel der Alpen zum Humusaufbau und geschlossenen Nährstoffkreisläufen beitragen kann. Das Alpenland als Einzugsgebiet der Molkerei Berchtesgadener Land ist mit über 90 Prozent Grünlandanteil unter diesem Aspekt ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.
Sandra Baecke, Gebietsverkaufsleiterin,
Molkerei Berchtesgadener Land

 
 

Kreislaufwirtschaft

Die Kuh bzw. Milchwirtschaft als den Klimakiller schlechthin zu betrachten, wird der Sachlage sicher nicht gerecht. Der «Milch Trend Report» verweist darauf, dass mittlerweile längst weitere Emissionsreduktionen rund um die Kuh positive Impulse geben können, etwa im Stall, bei der Weiterverarbeitung oder der Logistik. Zudem entwickele sich die Circular Economy weiter von traditionellen Kreisläufen hin zu innovativen Ansätzen. So können Futter, Energieversorgung oder die Wiederverwertung von Lebensmittelresten zu wichtigen Grössen dafür werden, Stoffkreisläufe zu schliessen. Auch Zero Waste ist in der Milchwirtschaft ein Thema, dem sich Unternehmen verstärkt annehmen. So lassen sich etwa Nebenerzeugnisse wie Molke nutzen (z. B. für Lebensmittel oder Pflegeprodukte). Ökosystem-Dienstleistungen können Landwirten ein erweitertes Geschäftsmodell ermöglichen.
 
 

Artenschutz

Die Gläserne Molkerei hat die Initiative «Die Weide lebt!» gestartet, um die Artenvielfalt auf den Weiden, Wiesen und Feldern in der Region zusammen mit ihren Landwirten nachhaltig zu schützen und zu stärken. Das ausgelobte Ziel ist es, mindestens 20 Prozent der Flächen auf allen Höfen zu hochwertigem Lebensraum für Artenvielfalt zu gestalten (insgesamt 30 000 Hektar Bio-Fläche). Dazu werden gemeinsam verschiedene Naturschutzmassnahmen umgesetzt, seien es Asthaufen auf Wiesen, Streuobst-Projekte, Wildfruchthecken, Kleingewässer oder Altgrasstreifen. Seit 2022 wurden mit Naturschutzexperten vom Ökoring auf 23 Höfen Naturschutzberatungen durchgeführt. Und obwohl naturschutzfreundlich zu arbeiten für die Betriebe häufig mehr Arbeit und weniger Erträge bedeutet, scheint es an der Motivation der Beteiligten keinesfalls zu mangeln.

 

Produkte

DMK Deutsches Milchkontor 
Der cremig-milde «Milram Kefir Drink pur» (750 ml) eignet sich als Getränk wie auch in Kombination mit Müsli oder Overnight Oats. Er kommt ohne zugesetzten Zucker aus und ist laktosefrei. Eine natürliche Proteinquelle, die sich als gute Ergänzung aktueller Ernährungstrends präsentiert.

Molkerei Berchtesgadener Land
«Bio-Rahm-zum-Kochen» mit nur 15 Prozent Fett im pfandfreien 250-g-Getränkekarton Tetra Top ergänzt das Bio-Sortiment der Molkerei. Die Milch stammt von Naturlandhöfen der Alpenregion. Der Naturland fair-zertifizierte Kochrahm ist ein Naturprodukt ohne Zusätze. Eine leichte Aufrahmung ist typisch für das Produkt.

Schwarzwaldmilch
«Kefir mild» mit 1,5 Prozent Fett (500-g-Packung) wird aus frischer Weidemilch hergestellt. Aufgrund der natürlichen Kohlensäure, die während der Fermentation entsteht, entwickeln sich ein mildes Aroma und eine prickelnde Frische. Das Produkt enthält 13 lebende Kulturen und eignet sich als Getränk, für Smoothies, Müslis, Dressings, Dips und Desserts oder zum Backen und Kochen.