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Bei TK-Fisch sind zunehmend Qualität und Vielfalt gefragt – bei Fischkennern wie auch Convenience-Fans. Nutzen Sie jetzt die Grillsaison für eine inspirierende Aktion.
Fisch gilt als gesund, leicht bekömmlich, schmackhaft und vielfältig. Kein Wunder, dass er bei immer mehr Verbrauchern auf der Speisekarte steht. 30 Prozent der in Deutschland verkauften Fischprodukte entfallen dabei auf Tiefkühlfisch; er spielt nach Angaben des Fisch-Informationszentrums (FIZ) die führende Rolle im Fischkonsum der Verbraucher. Im gesamten TK-Sortiment des Lebensmittelhandels steht TK-Fisch umsatzbezogen an erster Stelle, und die Produktauswahl ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Bei den Fischsorten dominieren laut FIZ weiterhin Alaska-Seelachs, Lachs, Hering, Thunfisch und Forellen. Aber auch Exoten haben ihren festen (Nischen-)Platz im Handel. Als bekanntester Exot hat sich der Pangasius in den Top Ten der beliebtesten Speisefische festsetzen können; er wurde aber inzwischen von der Forelle überholt und liegt nun auf Platz 6.
Verbraucher wünschen Transparenz
Ob Naturfilets, Meeresfrüchte oder Convenience-Produkte: Steigende Nachfrage nach hochwertiger Qualität, gutem Geschmack und nach Produkten aus nachhaltigem Fischfang sind auch in diesem Sortiment unverkennbar, wie viele Hersteller feststellen. Wichtige Orientierungskriterien beim Fischkauf seien deshalb für die Verbraucher heute Produkte aus nachhaltigem Fischfang beziehungsweise nachhaltiger Aquakultur und Bioprodukte, die entsprechende Siegel auf der Verpackung tragen. Ebenso wünschen sich Verbraucher Transparenz – bezüglich der Herkunft, aber auch mit Blick auf die Qualität des Fisches. Letzteres setzen die Hersteller in zunehmendem Umfang durch innovative Produktpackungen mit Sichtfenstern um. So kann sich der Kunde bereits in der TK-Abteilung mit eigenen Augen von der Produktqualität überzeugen.
Premiumisierung in der Truhe
Für diese Premiumisierung seien Verbraucher sukzessive auch bereit, generell mehr Geld auszugeben und gelernte Preisschwellen von zum Beispiel drei Euro zu überschreiten, heißt es aus Herstellerkreisen. Fischkenner bevorzugen dabei nach wie vor Naturfilets und wissen auch genau, wie sie diese zubereiten können. Daneben gibt es allerdings eine wachsende Gruppe von Fischinteressierten, die nach einfachen Rezepten sucht und dankbar für bereits panierte oder backfertige Convenience-Angebote aus der TK-Truhe ist – vom allzeit Hit Fischstäbchen über den wiederentdeckten Klassiker Backfisch im Teigmantel und Schlemmerfilets bis zu raffinierten Rezepturen, wie Fischesser sie in der Gastronomie kennengelernt haben. Die klassischen Fischstäbchen präsentieren sich inzwischen modernen Ernährungsanforderungen entsprechend auch als Vollkorn- oder Bio-Variante, weitere panierte und backfertige TK-Fischprodukte punkten mit Zutaten aus Bio-Landwirtschaft.
TK-Fisch in den Fokus rücken
TK-Fisch und TK-Seafood eignen sich hervorragend zum Grillen und bieten damit jetzt zum Saisonstart eine gute Gelegenheit für den Handel, das eigene TK-Fisch-Angebot in den Verbraucherfokus zu rücken: mit Aktionen, kreativen Rezepten, Zubereitungstipps und Cross-Selling. Insgesamt verdient die Vermarktung von TK-Fisch ein emotionaleres und damit attraktiver gestaltetes Platzierungsumfeld. Während der Frischebereich und die Weinabteilung im Handel in den letzten Jahren deutlich aufgewertet wurden, um die Sinne der Verbraucher zu inspirieren, werden die Produkte in der TK-Abteilung meist noch emotionslos und rational angeboten. Iglo beispielsweise bietet im Rahmen seines „Perfect Store“-Konzeptes mit bebilderten Displays hier Möglichkeiten, durch Marktatmosphäre für mehr Emotionen zu sorgen. In bereits umgesetzten Pilotprojekten seien damit Umsatzsteigerungen von bis zu 30 Prozent erzielt worden, heißt es aus Hamburg.





MSC: Steht für Marine Stewardship Council. Die Fischerei will mit einem bestandserhaltenden Fischfang sicherstellen, dass ausreichend Fisch für die Zukunft da ist. So berücksichtigt die Organisation unter anderem durch Bewertung von Fanggeräten und Beifang mögliche Auswirkungen auf das Ökosystem und nimmt auf andere Fischarten, Meeressäuger und Wasservögel Rücksicht. Die Fischerei hält relevante lokale und nationale Gesetze ein und hält sich an internationale Vereinbarungen.
ASC: Steht für Aquaculture Stewardship Council. International stammt der größere Teil der Speisefische bereits aus Aquakultur. Doch mit Zuchten wachsen auch Umweltprobleme, wie beispielsweise die Verschmutzung der Gewässer mit Chemikalien und Antibiotika sowie der hohe Einsatz von Fischöl und -mehl als Futter, welches wiederum zur Überfischung beiträgt. Die ASC-Standards enthalten daher unter anderem Kriterien zur Herkunft des Fischfutters, zum Einsatz von Antibiotika, zur Wasserqualität und vieles mehr.
Bio: Zentrale Kriterien für die Zertifizierung von Bio-Produkten sind Abstammung, Haltung und Fütterung. Kontrollierte Wasserqualität, die Berücksichtigung des natürlichen Lebensraumes sowie Bio-zertifizierte Futtermittel nach den Richtlinien der Naturschutzorganisation WWF bestimmen die Aufzucht von Bio-Fisch aus Aquakultur. Wichtige Anbieter sind hier fish &more (Marke followfish) sowie Deutsche See.














