Für die einen ist Putzen lediglich eine lästige Pflicht, für andere ein guter Weg zu mehr Zufriedenheit im Alltag. Einheitlich gilt aber offenbar:
Die Mittel und Methoden für mehr Sauberkeit sollen möglichst nachhaltig und unkompliziert sein – Aktuelles aus der Welt des Reinigens.
Putzen ist für viele Deutsche laut der Kärcher-Putzstudie 2025 ein effektiver Stresskiller und sorgt für mentale Klarheit: 80 Prozent der Befragten fühlen sich demnach in einem sauberen Zuhause ausgeglichener und klarer im Kopf, 73 Prozent motivierter und energiegeladener. Das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, wiegt dabei am stärksten: 83 Prozent geben dies als positive Auswirkung auf ihr Wohlbefinden an. Die Studie bestätigt, dass Aufräumen und Saubermachen sofort sichtbare Erfolgserlebnisse bieten, die motivieren. Ihr zufolge hat Sauberkeit neben der mentalen Komponente auch Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit: 42 Prozent der Deutschen spüren durch Sauberkeit weniger Allergiesymptome und über die Hälfte (51 %) schläft in einem sauberen Zuhause besser.
Smart-Cleaning-Lösungen
Laut Steffen Baum, Vertriebsleiter Retail Deutschland der Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH, wird der Markt für Reinigungsprodukte und -geräte derzeit von mehreren Schlüsselthemen bestimmt: «Smart-Cleaning-Lösungen, wie autonome Reinigungsgeräte und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), gewinnen weiter an Bedeutung.» Neben den neuen Saug- und Wischrobotern des Unternehmens versprechen etwa innovative Fensterreinigungsroboter Erleichterung bei den Reinigungsaufgaben im Haus. Ein weiterer Trend seien Two-in-One-Geräte sowie multifunktionale All-in-One-Lösungen, die das Prozedere vereinfachen. Dazu zählen etwa Saugwischer sowie Saug-/Wischroboter die vollautonom arbeiten. Zudem spielen, so Baum, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein eine immer grössere Rolle. Aspekte wie ein geringer Wasserverbrauch und der Einsatz von recycelten Materialien rücken bei den Shoppern in den Vordergrund.
Einfach und nachhaltig
«Was vor ein bis zwei Jahren noch ein Alleinstellungsmerkmal war – wie Nachhaltigkeit oder nachhaltige Inhaltsstoffe – gilt heute zunehmend als Selbstverständlichkeit», sagt Larissa Leifeld, Head of Product & Brand Management WPR bei Brauns-Heitmann. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung seien inzwischen Faktoren wie sichtbare Wirksamkeit, einfache Handhabung und auch der Spass an der Reinigung. Insbesondere die «Heitmann pure»-Serie will diese Entwicklung aufgreifen: multifunktionale Produkte, die einfach in der Anwendung sind und Wirksamkeit mit einem nachhaltigen Ansatz verbinden. Kürzlich wurde ein grosser Relaunch gestartet, um die Produkte von HDPE-Flaschen auf rPET-Flaschen umzustellen. Gleichzeitig sollen klare Farbkodierungen auf den Verpackungen den Shoppern Orientierung am Regal bieten und ein intuitives Einkaufserlebnis ermöglichen.
Erneuerbare Rohstoffe
Im Sinne der Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen Henkel für die meisten WC-Steine seiner Marke «WC Frisch» in Europa mittlerweile auf erneuerbare Rohstoffe. Sowohl für die Herstellung der Reinigungskugeln als auch den Kunststoff der Einhängekörbchen wird Material verwendet, das teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen basiert – gemäss dem sogenannten Massenbilanzverfahren. «Hierbei wird eine bestimmte Menge fossiler Rohstoffe bereits zu Beginn des Herstellungsprozesses durch erneuerbare Rohstoffe ersetzt. Die Menge an nachwachsenden Rohstoffen wird dann mithilfe einer zertifizierten Berechnungsmethode bestimmten Verkaufsprodukten zugewiesen», erläutert das Unternehmen. Tropische Gefühle ins Badezimmer bringen möchte derzeit das neue «WC Frisch Früchtezauber» – eine Duftkomposition aus Orangenblüte, Maracuja und Orange-Pfirsich.
Öffentliches Thema
Procter & Gamble Deutschland verweist auf die IKW-Studie unter dem Motto «Putzen ist das neue Yoga». Diese beschäftigt sich damit, wie soziale Medien die Wahrnehmung von Hausarbeit verändern. Sie belegt, dass 64 Prozent der Nutzer von Instagram, TikTok und Co. in Deutschland Inhalte zur Hausarbeit konsumieren, besonders ausgeprägt bei der Generation Z (ab Jahrgang 1995). Allerdings geht daraus auch hervor, dass sich 60 Prozent der Nutzer zumindest manchmal durch Haushaltsaufgaben überfordert oder gestresst fühlen und sich einfache Lösungen wünschen. Ziel des Unternehmens ist es daher bei seinen Entwicklungen, «den ohnehin stressigen Alltag zu erleichtern – sei es beim Abwasch mit der starken Formel von Fairy oder beim Staubentfernen mit unserem Swiffer Staubmagneten».