Pfiffige Vielfalt

Mittwoch, 01. Juli 2026
Fotos: stock.adobe.com - Gresei

Aus dem einst klassischen Burger ist mittlerweile ein vielseitiges Trendgericht geworden, das heute weit über die traditionelle Kombination aus Bun, Patty und Sauce hinausgeht. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen, kreative Zutaten und internationale Einflüsse machen ihn zu einer Plattform für neue Rezeptideen und moderne Genusskonzepte.

In der Grillsaison dürfen Burger keinesfalls fehlen. Jeder kann sich seinen eigenen Favoriten zusammenstellen. «Die Kür liegt in der Vielfalt», sagt Arne-Julian Krause, Geschäftsführer der Block Handels GmbH: «Buns, Saucen, Gewürze und Beilagen geben Raum für Kreativität.» Der «Block House American Burger» sei der Bestseller im Lebensmitteleinzelhandel, während man mit Innovationen wie dem «Block House Smash Burger» neue Grillimpulse und Trends aus der Gastronomie aufgreife.
 
Entsprechende «Dry Aged Beef Burger Patties» zum «Smashen» hält auch True Wilderness bereit. «Dabei wird das Patty auf der heissen Grillplatte flach gedrückt, wodurch eine knusprige Kruste entsteht, während es innen schön saftig bleibt», erläutert Inhaber Rico Schlegel: Für ihn zeigen die aktuellen Burgertrends klar, dass Konsumenten heute Vielfalt, Qualität und Innovation statt klassischem Fastfood erwarten. «Besonders Premium-Varianten gewinnen stark an Bedeutung.»
 
Der Mix macht’s
Maik Pötschke, Head of Marketing bei Salomon FoodWorld, beobachtet, dass der Fokus nicht mehr nur allein auf «Beef» liegt, sondern auf einem ausgewogenen Proteinmix aus Rind, Chicken und pflanzlichen Alternativen. Klarer Wachstumstreiber bleibe Chicken, das durch seine internationale Anschlussfähigkeit – etwa im Halal-Kontext – und den zeitgemässen leichteren Health-Charakter punkte. Ein oft unterschätzter, aktuell aber besonders dynamischer Bereich sei das Thema «Buns»: «Es ist weit mehr als eine Hülle – es prägt den ersten Eindruck und damit einen Grossteil der Wahrnehmung des gesamten Burgers.» Dass Gäste insgesamt mehr Abwechslung, neue Aromen, mehr Internationalität und mehr Erlebnis erwarten, darauf wird im Bereich Foodservice mit Neuheiten eingezahlt wie mit beispielsweise dem «Smart Burger», einer Hybridrezeptur aus rund 60 Prozent Rindfleisch mit Weizenprotein, der Veggie-Variante «Butternut Squash Burger» mit Butternuss-Kürbis, gerösteten Kürbiskernen, schwarzem Reis und orientalischen Gewürzen oder dem «Crunchy Kimchi Burger». Er kombiniert Kimchi und Fried Rice mit einer knusprigen, roten Panade.
 
Etwas ausgefallener
Für Vandermoortele ist der «absolute Klassiker» bei den Buns nach wie vor das Brioche-Burger-Bun, gefolgt vom Burger-Bun mit Sesam. «Aber wir sehen, dass Kunden gezielt auch nach besonderen Burger-Varianten suchen», so Christin Simon, Category & Brand Manager Brot und Italian Savory. «Diese Nachfrage wird vor allem im Bereich Foodservice bedient, der stark durch etablierte und junge Burger-Ketten getrieben wird und geprägt ist durch eine junge, experimentierfreudige Käufergruppe.» Besonders im Trend seien hier etwa gefärbte Buns, zum Beispiel schwarze Buns mit roter Bete. Um Burger aufmerksamkeitsstark zu präsentieren und das Thema «Frische» mit aufzugreifen, empfiehlt Simon eine Platzierung der Burger Buns in der Backstation des Handels. «Gerade die Backstationen sind sehr impulsgetrieben und die Möglichkeit, weitere Burger-Kunden zu gewinnen, ist hoch, wie Best Practices aus Osteuropa zeigen.»
 
Lieken sieht Burger als ein starkes Ganzjahresthema im Handel. Brioche-Buger-Buns stehen für Felix Neuberger, Head of Marketing, für eine moderne Burger-Inszenierung. Darüber hinaus hat er beobachtet: «Daneben bleiben klassische Hamburger Buns, grössere Formate wie Mega-Burger sowie Hot-Dogs und Sandwiches relevant – je nach Verzehranlass vom schnellen Alltagsessen bis hin zum Grillmoment mit Familie und Freunden.»
 
Harry-Brot sieht bei den Burger-Buns aktuell eine weiterhin dynamische Entwicklung. «Diese Kategorie verzeichnet deutliche Zuwächse sowohl im Absatz als auch im Umsatz und profitiert von der anhaltenden Beliebtheit von Burgern im privaten Konsum», berichtet Katharina Frerichs, Leiterin Marketing.
 
Ganz ohne Fleisch
Auch bei den vegetarischen beziehungsweise veganen Burger-Alternativen liegen Smash Burger und klassische Burger im Trend, berichtet Benjamin Döring, Beyond Meat Teamlead Foodservice Sales EMEA & Regional Manager Foodservice Sales DACH. «Es bestehen aber auch ein grosses Interesse und eine stark wachsende Nachfrage an gewürzten Burger-Patties wie unserem ‹Beenyond Burger Jalapeno Flavour›, dem eingearbeitetes Jalapeno-Öl eine schöne, leichte Schärfe verleiht.» Chicken-Style-Burger seien vor allem bei weiblichen Gästen und Kindern besonders beliebt.
 
Emotionale Inszenierung 
Die Rügenwalder Mühle empfiehlt dem Handel, vegane und vegetarische Burger-Produkte über die Themen Genuss, Relevanz und eine einfache Orientierung zu vermarkten. «Gerade im Burger-Segment funktioniert die Inszenierung konkreter Verzehranlässe, appetitlicher Bildwelten und klarer Texturversprechen besonders gut», rät Claudia Hauschild, Leiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement. Denn gerade bei den jüngeren Konsumenten sei erlebnisorientiertes Essen im Trend. Und da könne und sollte das Erleben auch bereits beim Kauf starten.

News

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dm drogerie markt baut im oberösterreichischen Kronstorf ein neues Verteilzentrum und investiert dafür 230 Millionen Euro.

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Eiweissreiche Ernährung ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein echter Lifestyle-Trend.

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Mobile Payment setzt sich im deutschen Einzelhandel immer stärker durch.

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Der Handel erhält wieder mehr Bewerbungen, kämpft laut der EHI-Studie «Talents4Retail 2026» aber weiterhin mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften.

Statements

Insbesondere jüngere Haushalte sowie Familien zeigen eine hohe Affinität zu Burgern, da sich diese gut individualisieren lassen und sowohl für alltägliche Mahlzeiten als auch für gemeinschaftliche Anlässe wie Grillabende geeignet sind. Darüber hinaus sprechen Premium-Varianten wie Brioche Buns auch Konsumenten an, die verstärkt Wert auf Qualität und besondere Geschmackserlebnisse legen.
Katharina Frerichs, Leiterin Marketing, Harry-Brot 

 

Burger werden heute nicht mehr ausschliesslich klassisch mit Fleisch gedacht, sondern ebenso mit pflanzlichen Patties oder vegetarischen Belägen. Für uns zeigt sich: Entscheidend ist weniger die strikte Trennung von Ernährungsstilen als vielmehr der Wunsch nach Abwechslung, Genuss und unkomplizierter Zubereitung. Entsprechend müssen Buns heute vielseitig funktionieren – für klassische wie auch für pflanzliche Burger-Kreationen. 
Felix Neuberger, Head of Marketing, Lieken
Foto: Michael Richter

 

Pflanzliche Alternativen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während es zunächst die jüngeren Generationen von GenZ und Millennials waren, die Wert auf gute pflanzliche Optionen legten, sehen wir heute eine grosse Nachfrage in allen Altersgruppen, und zwar bei Frauen wie bei Männern. Bei Älteren sind es oft gesundheitliche Aspekte, die sie zu pflanzlichen Optionen greifen lässt. Bei Jüngeren sind es meist Nachhaltigkeit und Tierwohl.
Benjamin Döring, Beyond Meat Teamlead Foodservice Sales EMEA & Regional Manager Foodservice Sales DACH, Beyond Meat
Foto: Gert Krautbauer

 

Bei den Buns liegt der Fokus im Retail auf verpackten Optionen und weniger auf der Backstation, da die Kommunikationsmöglichkeiten in diesem Bereich im Vergleich zu verpackten Optionen begrenzt sind. Dennoch sehen wir hier viel Potenzial, denn der Markt für Burger wächst und das Thema Snacking ist nach wie vor ein starker Wachstumstreiber im stationären Handel. 
Christin Simon, Category & Brand Manager Brot und Italian Savory, Vandermoortele

 

Im pflanzlichen Bereich zeigt sich eine klare Entwicklung: Es geht immer weniger um Ersatz, sondern um eigenständige, kreative Konzepte. Gäste unterscheiden sehr genau zwischen Produkten, die wie Fleisch sein sollen, und solchen, die Gemüse bewusst in den Mittelpunkt stellen. Unser Ansatz: Gemüse neu zu denken statt zu imitieren. Wer das konsequent umsetzt, schafft echte Differenzierung und trifft den Nerv der Zeit. 
Maik Pötschke, Head of Marketing, Salomon FoodWorld

 

Eine gute Beratung bei Burger-Patties macht einen spürbaren Unterschied, weil sie den Kunden hilft, Qualität, Herkunft und die richtige Zubereitung besser einzuordnen. Gerade bei unseren hochwertigen Dry Aged Beef Patties aus deutschem Fleisch ist das wichtig – viele wissen nicht, was den Reifeprozess so besonders macht und warum sich das auch geschmacklich lohnt. Wenn dies verständlich erklärt wird, steigt nicht nur die Wertschätzung, sondern oft auch die Bereitschaft, zu einem Premiumprodukt zu greifen. 
Rico Schlegel, Geschäftsführer, True Wilderness 

 

Ein klarer Wandel ist die wachsende Bedeutung von Transparenz in der Herkunft. Regionalität und nachvollziehbare Wertschöpfung gewinnen an Gewicht. Unser «Block House Regional Burger» aus dem eigenen Block House Rinderaufzuchtprogramm zeigt, dass langfristige Investitionen in Herkunft und Qualität heute stärker wahrgenommen und honoriert werden. Unser Fazit: Verbraucher grillen weiterhin gerne – sie entscheiden heute nur bewusster, wofür sie ihr Geld ausgeben.
Arne-Julian Krause, Geschäftsführer, Block Handels GmbH

 

Unabhängig davon, ob konventionelles Fleischprodukt oder vegane Alternative, liegt Convenience weiterhin im Trend – das bestätigt gerade eine YouGov-Studie. Hierbei wird Zeitersparnis zum echten Wettbewerbsvorteil, getrieben von veränderten Lebensstilen, Zeitmangel und neue Ernährungsansprüchen. Diesem Bedürfnis nach convenienten Lösungen kommen wir mit unserem Portfolio der sogenannten warmen Küche mit sehr zugängliche Produktkonzepten entgegen. So machen wir gerade für Einsteiger in die pflanzliche Ernährung das vegane Kochen einfach und gelingsicher.
Claudia Hauschild, Leiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement, Rügenwalder Mühle

 

 

Produkte

Beyond Meat 
Der «Beyond Burger Original» schmeckt wie ein Beefburger und ist dabei rein pflanzlich. Die Proteine stammen von Erbsen, Ackerbohnen und braunem Reis. Dieser Burger lässt sich genauso braten oder grillen wie ein tierischer Burger. Auch für die Heissluftfrittteuse geeignet.
 

Block Handels GmbH 
Der «American Burger» (4 x 125 g, Special Size) von Block House verspricht unverfälschten Beef-Geschmack. Er besteht zu 100 Prozent aus Rindfleisch (nicht aus den USA), das bezüglich Aufzucht, Haltung und Fütterung der Tiere laut Unternehmen strengsten Kontrollen unterliegt. Die tiefgekühlten Burger Patties sind küchenfertig und können sofort auf dem Grill oder in der Pfanne zubereitet werden.

 

Lieken
«Golden Toast Brioche Burger Buns» (250 g): Diese soften Buns mit goldbraun glänzender Kruste und leicht süsslicher Note lassen sich als Basis für vielseitige Burger-Kreationen nutzen – ob klassisch mit Fleisch, vegetarisch oder vegan belegt. Vorgeschnitten und mit original Brioche-Hefeteig.
 

True Wilderness
Die  «Smashed Burger Patties» von True Wilderness (4 x 180 g, im Karton) greifen den angesagten Burger-Trend aus den USA auf. Die extra dünn gepressten Patties entwickeln beim Braten eine besonders knusprige, aromatische Kruste. Aus 100 Prozent deutschem Rindfleisch hergestellt, das über mehrere Wochen am Knochen in speziellen Reifekammern gereift ist. Für einen intensiven, fein nussigen Geschmack.
 

Harry Brot
Die «Harry Hot Chili Burger Buns» bringen Feuer auf den Teller und sorgen mit 11 Prozent Jalapeños für spürbare Schärfe. Sie sind zudem würzig mit Salz und Pfeffer bestreut, was den Burgern Tiefe verleiht und die Schärfe zur Geltung bringt. Ohne Alkohol verpackt.
 

Rügenwalder Mühle
Die «Veganen Mühlen Crispy Burger Typ Hähnchen» mit knuspriger Panade sind aussen goldbraun angebraten und innen zart und safttig. Die veganen Patties können bereits nach wenigen Minuten in der Pfanne zu einem kreativen Burger zusammengestellt werden und sind reich an Protein sowie an ungesättigten Fettsäuren. Ohne den Zusatz von Geschmacksverstärkern.