Mit dem Start der Versandapotheke dm-med treibt dm die Weiterentwicklung seiner Gesundheitsstrategie voran. Im Wettbewerb mit anderen Online-Apotheken kann der Markant Partner mit erweiterten Angeboten beim Kunden punkten.
Im Dezember 2025 ist die Versandapotheke «dm-med» an den Start gegangen. Vorangegangen war eine «sorgfältige rechtliche und wirtschaftliche Prüfung», die die Überzeugung von diesem Geschäftsmodell untermauert habe, heisst es bei dm. Das Sortiment umfasst rund 2500 apothekenpflichtige Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine sowie knapp 1000 Produkte aus dem Bereich Dermokosmetik. Es ist laut dm «sorgfältig kuratiert» und beinhaltet unter anderem die Kategorien Schmerztherapie, apothekenpflichtige Nahrungsergänzung, Grippemittel und Frauengesundheit. Ziel des erweiterten Angebots sei es, «Menschen einen einfachen Zugang zu relevanten Gesundheitsprodukten zu ermöglichen», so ein dm-Sprecher.
Vorteile für dm-Kunden
Die Kunden können die Produkte online und in der dm-App bestellen. Der Versand erfolgt aus dem tschechischen Bor, wo sich auch die Präsenzapotheke befindet. Dort gewährleisten die Mitarbeiter von dm-med die Qualität und Sicherheit der Bestellungen. Bei Fragen zum angebotenen Sortiment stehen deutschsprachige Apothekerinnen und Apotheker sowie pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) im dm-med-Kundenservice zur Seite. Die Lieferung erfolgt wahlweise direkt nach Hause oder an eine Abholstation im dm-Markt. Die Lieferzeit beträgt zwei bis drei Werktage nach Bestelleingang. Der Versand erfolgt über den vom Kunden ausgewählten Dienstleister DHL oder Hermes. Sobald die Bestellung versendet wurde, wird eine Versandbestätigung mit Sendungsnummer verschickt. Ein besonderer Vorteil bei dm: Produkte aus der Versand-Apotheke können gemeinsam mit Artikeln aus dem Drogeriesortiment des dm-Onlineshops bestellt werden. Die bestellten Apothekenartikel bleiben auch bei sogenannten Mischbestellungen bis zur Ankunft beim Kunden klar von den Drogerieprodukten aus dem klassischen dm-Sortiment getrennt. Dieser Prozess besteht seit dem Start von dm‑med. Ziel des erweiterten Angebots sei es, den Kunden einen möglichst einfachen Zugang zu relevanten Gesundheitsprodukten zu ermöglichen.
Langfristige Strategie
«Mit dem, was wir bisher beobachten, sind wir zufrieden», so Sebastian Bayer, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort «Marketing + Beschaffung», gut drei Monate nach dem Start. Saisonal bedingt gab es eine höhere Nachfrage nach Arzneimitteln zur Behandlung grippaler Infekte. Die Kunden würden nun nach und nach das gesamte Sortiment von dm-med inklusive der apothekenexklusiven Dermokosmetik entdecken, informiert Bayer. Was dm-med von klassischen Online-Apotheken unterscheidet, ist die Möglichkeit für die Kunden, zusätzlich zu ihrem täglichen Einkauf bei dm das Apothekensortiment zu beziehen. Für repräsentative Auswertungen zum Kundenfeedback ist es laut Bayer zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh. dm-med sei aber auf jeden Fall eine «sinnvolle Ergänzung der langfristigen strategischen Ausrichtung von dm auf Prävention und Gesundheit».
Den Wandel mitgestalten
Bei der Weiterentwicklung will der Markant Partner behutsam und kundenorientiert vorgehen. «Wir denken nicht in starren Schwellenwerten, weder juristisch noch wirtschaftlich, sondern verfolgen einen unternehmerisch verantwortungsvollen Ansatz», betont Sebastian Bayer. Dabei beobachte man die regulatorischen Entwicklungen aufmerksam und richte die Strategie konsequent an den Marktbedingungen sowie den Bedürfnissen der Kunden aus. Bayer: «Dieser Ansatz gehört seit jeher zur Unternehmensphilosophie von dm.» Nach Auffassung der dm-Geschäftsleitung braucht das Gesundheitssystem grundsätzlich einen Wandel: weg von einer krankheitszentrierten Ausrichtung, hin zu mehr Gesundheitsförderung und Prävention. Und dm sei bereit, diesen Wandel konstruktiv mitzugestalten.