Zeit und Geld sparen mit System

Montag, 18. Mai 2020
Foto: Adobe Stock (Gina Sanders)

Bei der Umsetzung des Verpackungsgesetzes unterstützt die MARKANT ihre Partner mit einem eigenen Angebot zur Bündelung der Verpackungs­lizenzierung. Dieses bietet ­Entlastung und günstigere Konditionen.

Mit dem neuen Verpackungsgesetz, das Anfang 2019 in Kraft getreten ist, kamen zahlreiche Neuerungen auf die verpflichteten Unternehmen in Handel und Industrie zu. Da der Inverkehrbringer für die recht­mässige Abwicklung der Verpackungslizenzierung haftet, müssen abzuschliessende Lizenzverträge auf Herz und Nieren geprüft werden. Das sind Aufwendungen, die jedes Unternehmen gemäss bestehendem Recht und pa­rallel zum Kerngeschäft erbringen muss. Seit der Einführung der Verpackungs­lizenzierung ist allerdings auch die Höhe der Lizenzgebühren entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit geworden.

Bei all diesen Herausforderungen leis­tet die Handelsmarken GmbH, ein Tochterunternehmen der MARKANT AG, mit ihrer Bündelung der Verpackungslizenzierung wirksame Unterstützung und bietet den Teilnehmern eine Reihe handfester Vorteile. So wird die rechtskonforme Vertragsgestaltung zum Vorteil der Teilnehmer zentral und professionell gesteuert; die Verträge werden direkt mit dem Systemanbieter abgeschlossen. Damit verbunden ist nicht nur eine Verminderung des Arbeitsaufwandes, sondern auch eine Kostensenkung und somit letztendlich eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit für die Teilnehmer. Das Angebot zur Bündelung gilt für alle MARKANT Handels- und Industriepartner. Sowohl Handels- als auch Industrie­unternehmen, die als MARKANT Partner das Bündelungsangebot nutzen, bestätigen eine erhebliche Reduktion ihres Arbeitsaufwandes. Denn bei einer eigenen Ausschreibung und Vertragsabwicklung sind zahlreiche Dinge zu beachten. Die Umsetzung des Verpackungsgesetzes stellt eine Reihe neuer Anforderungen an die Verpflichteten. Dazu zählen die Registrierung bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und sodann die Meldung der Mengen an die Stiftung. Handelsunternehmen müssen prüfen, ob ein Lieferant registriert ist und Verpackungen lizenziert sind. Bei Nicht­registrierung und Nichtlizenzierung gilt ein Verkaufsverbot. Und auch das neue Malussystem für schlecht recycelbare Verpackungen will beachtet werden. Die zentrale Bündelung vonseiten der ­MARKANT gewährleistet in allen Belangen Rechtssicherheit durch Fachprüfung der Lizenzverträge unter Berücksichtigung aller relevanten Rechtsvorgaben, Urteile und LAGA-Vorgaben.

Die Regeln zur Teilnahme an der Bündelungs-Ausschreibung sind klar umrissen und einfach umzusetzen. Das Unternehmen bestätigt seine Teilnahme und meldet der Handelsmarken GmbH die jährlich in Verkehr gebrachten Volumen je Material-Fraktion sowie diejenigen Systemanbieter, die Angebote machen beziehungsweise verhandeln wollen. Weitere direkte Verhandlungen erübrigen sich, nachdem der Teilnehmer die Anbieter an die Handelsmarken GmbH verwiesen hat. Alle weiteren Schritte übernimmt die Handelsmarken GmbH in einem professionellen und für alle Teilnehmer transparenten Verfahren. Die Ausschreibung selbst erfolgt digital mit MARKANT MRO-Synertrade. Alle Mengendaten und Konditionen werden in der Software erfasst, sonstige schriftliche Informationen werden archiviert und können von den Teilnehmern eingesehen werden. Die Auswahl der Systemanbieter wird fachlich überprüft. Während der Ausschreibung werden die Teilnehmer über den Status informiert, und bei Fragen steht ihnen ein kompetentes Team zur Beantwortung bereit. Mehr als 100 MARKANT Partner sind von den Vorteilen überzeugt und nutzen das Angebot inzwischen – Tendenz steigend ­
(s. Info-Kasten rechts).

Info

Steigende Teilnehmerzahl und Mengen
Seitdem die MARKANT ihren Service «Bündelung der ­Verpackungslizenzierung» im Jahr 2008 eingeführt hat, ist die Zahl der Teilnehmer jährlich um etwa 15 Prozent gestiegen und liegt bei nunmehr mehr als
100 Unter­nehmen – Tendenz weiter steigend. Damit entwickeln sich auch die Mengen der gebündelten Verpackungen stark. Wurden 2019 rund 55 000 Tonnen erfasst, sind es 2020 etwa 65 000 Tonnen. Besonders stark zugenommen haben die Materialien PPK (Papier, Pappe, Karton), die binnen Jahresfrist um 54 Prozent auf 25 174 Tonnen gestiegen sind. Weissblech hat sich auf 4083 Tonnen mehr als verdoppelt, und auch Kunststoff zeigt eine deutliche Zunahme um 44 Prozent auf 13 056 Tonnen. Rückläufig sind Glas, Aluminium und Kartonverbundverpackungen. Die erzielten Einsparungen für die Teilnehmer summieren sich bislang auf mehrere Millionen Euro.