Kaufkraft in DACH stabil

Freitag, 25. Juni 2021
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Die GfK liefert wieder aktuelle Prognosen, wie sich die Kaufkraft in der DACH-Region entwickelt.

Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von umgerechnet 40 739 Euro (Vj. 41 998 Euro) werden die Schweizer 2021 wieder deutlich mehr Geld zum Ausgeben und Sparen haben als die Einwohner der benachbarten Länder Österreich und Deutschland. Das zeigen die aktuellen Prognosen, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihren «Kaufkraftstudien 2021» aufstellt. Danach verfügen die Österreicher über eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 24 232 Euro (Vj. 23 585 Euro), während die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 23 637 Euro (Vj. 22 388 Euro) ausgeben können.

Regional grosse Unterschiede
Die regionale Verteilung der Kaufkraft zeigt in allen Ländern erhebliche Unterschiede, insbesondere auf Stadt- und Kreisebene. So liegt der bundesweit stärkste Kreis Starnberg mit 33 363 Euro um 41 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Potenziale für Standorte, aber auch (hochpreisige) Sortimente sind also in Deutschland sehr heterogen verteilt. Unablässlich für Entscheidungen ist auch die kontinuierliche Beobachtung der Kaufkraftentwicklung, denn diese ist stets in Bewegung. In Deutschland etwa schiebt sich Rheinland-Pfalz an Niedersachsen vorbei und wird 2021 mit durchschnittlich
23 119 Euro den siebten Platz belegen. Wie im Vorjahr steht Bayern mit 25 770 Euro auf Rang eins der Bundesländer. Neu auf Rang zwei in diesem Jahr ist der Landkreis München (32 031 Euro), der den Hochtaunuskreis (31 873 Euro) auf den dritten Platz verdrängt.

Starke Hauptstadtbezirke
Betrachtet man die österreichischen Bundesländer, so zeigt sich eine homogene Verteilung der Kaufkraft. Niederösterreich belegt mit 25 615 Euro pro Kopf den ersten Platz und liegt 5,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Viel heterogener ist das Ranking der Bezirke: Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt) liegt mit 40 187 Euro fast 66 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Insgesamt belegen vier Hauptstadtbezirke Plätze in den Top 10. Das Ranking der Schweizer Kantone führt Zug mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 60 334 Euro an und toppt den Landesdurchschnitt um 48 Prozent. Wie in den Vorjahren folgen Schwyz und Nidwalden auf den Rängen zwei und drei. Bei den Bezirken liegt Höfe mit 89 317 Euro einsam an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Bezirk Meilen im Kanton Zürich (62 360 Euro) und der Kanton Zug mit 60 334 Euro.

Zur Studie

Die «GfK Kaufkraft» ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung. Die Kaufkraftdaten sind verfügbar für alle Stadt- und Landkreise sowie alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete. Entscheidend ist eine realistische Abbildung der regionalen Verteilung der Kaufkraft, nicht aber die Vergleichbarkeit der Daten über Jahre hinweg. Die GfK rät davon ab, die Daten der Vorjahre 1:1 miteinander zu vergleichen.