Fortschritt im Detail

Mittwoch, 30. Juli 2025
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Bei der Kühltechnik für den LEH finden interessante Entwicklungen statt.
Erste Möbel folgen dem Kreislaufprinzip, KI hält Einzug und für Theken gibt es ein Leben nach der Bedienung.

Der Hersteller Epta hat im Juni 2025 eine steckerfertige Kühlvitrine für Getränke vorgestellt, die dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft folgt. Das Modell «Unit» besteht zum Teil aus recycelten und später wiederverwendbaren Materialien – und es lässt sich schnell reparieren. Jedes Bauteil ist leicht zugänglich und austauschbar, sogar der Kompressor. Ein Kassetten- und Griffsystem vereinfacht den Tausch der Komponenten. Die Isolierung besteht zu 100 Prozent aus biologisch abbaubarem Kork und nicht aus synthetischem Schaum. Als Kältemittel wird Isobutan (R600a) mit einem niedrigen Global-Warming-Potenzial-Wert von 3 eingesetzt. Unit ist laut Epta ein «erster wichtiger Meilenstein» in der Entwicklung von Lösungen, die sich an der Kreislaufwirtschaft orientieren.
 
Fehler im Anmarsch stoppen
Ob und wie Künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen kann, Störungen an Kälteanlagen schneller und exakter zu erkennen und zu beheben, das wollen Forscher an der Hochschule RheinMain (HSRM) herausfinden. Dazu haben sie in Kooperation mit Anlagenbauern in 2024 das Projekt «I AM Cool – KI-gestützte prädikative Anomalieerkennung für Kälteanlagen» gestartet, das eine verbesserte Fehlererkennung und Identifikation der Ursachen bei Kälteanlagen in Supermärkten untersucht. Dabei werden KI-Modelle mit Daten von im Echtbetrieb laufenden LEH-Kälteanlagen trainiert. Die Algorithmen erkennen daraufhin Muster, auffällige Abweichungen und sich anbahnende Fehlerzustände. Auf diese Weise sind zielgerichtete Wartungen möglich, bevor tatsächliche Probleme auftreten. Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Projekts bestätigen laut Hochschule die Effizienz dieses Ansatzes.
 
System mit Vor- und Nachteilen
Schnelle Einrichtung beim Neubau und später beliebige Erweiterungen oder Umbauten wie mit dem Baukasten – das verspricht das «Waterloop»-Kältesystem. Dabei werden steckerfertige Kühlmöbel an einen Wasserkreislauf angeschlossen. Die Leitungen können in der Decke verlegt werden und ermöglichen so den einfachen Anschluss von Möbeln an beliebigen Stellen im Markt. «Der Bedarf einer komplexen Kältezentrale entfällt komplett, was wiederum Vorteile bei Wartung und Service zur Folge hat», beschreibt der Ladenbauer Schweitzer das System. Es gibt die beiden Varianten Warm- und Kaltwasserkreislauf. Im ersten Fall wird die Abwärme der einzelnen Kühlmöbel gesammelt und einem Rückkühler zugeführt. Mit einem zugeschalteten Wärmetauscher kann sie zum Beispiel zur Beheizung des Marktes verwendet werden. Im Kaltwassersystem hingegen erzeugt ein externer Kaltwassersatz kaltes Wasser, das über das Rohrnetz in die Kühlmöbel geleitet wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Waterloop-Möbeln mehr Produkte als in vergleichbaren steckerfertigen Lösungen platziert werden können. «Deshalb ist die Technik vor allem für kleinere Märkte mit vielen Vorteilen verbunden», heisst es bei Epta Deutschland. Der Anlagenbauer nennt aber auch ein paar Nachteile des Waterloop-Systems: So sind beispielsweise dickere Rohrleitungen nötig, um die gleiche Menge Wärme mit Wasser statt mit Kältemittel zu transportieren. Und: Pro Kühlmöbel sind ein bis drei Kälteverdichter verbaut, was den Geräuschpegel erhöht.
 
Problemlösung für die Theke
Auch an den Bedientheken öffnet der Erfindergeist der Kältetechniker neue Perspektiven. Aus verschiedenen Gründen – Fachkräftemangel oder rückläufige Kundenfrequenz – bauen einzelne Supermärkte ihre Bedientheken wieder zurück. Jetzt gibt es neue Lösungen, mit denen diese in SB-Theken umgewandelt werden, mit minimalem Zeit- und Kostenaufwand. Aichinger beispielsweise bietet für seinen Theken-Klassiker «Sirius» einen Aufsatz mit Glas-Schiebeelementen an. Die Umbaulösung ist reversibel  und damit nachhaltig. Denn bei Bedarf kann der Bedientheken-Glasaufsatz einfach wieder eingebaut werden.

News

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Der SB-Warenhaus­betreiber Globus erwei­tert sein gastronomisches Angebot: In allen Globus Markthallen gibt es ab sofort ausgewählte Gerichte aus den eigenen Restaurants auch zum Mitnehmen.

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Mit der Zusammenarbeit mit Naturland geht der Markant Partner den nächsten strategischen Schritt beim Ausbau seines Bio-Sortiments und ergänzt die Partnerschaften mit Bioland und Demeter.

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Die Generation Z kocht häufiger selbst, als gängige Vorurteile vermuten lassen: Mehr als jede zweite 16- bis 29-jährige Person isst täglich zu Hause zubereitete Mahlzeiten.

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Jeder vierte Befragte im Alter von 16 bis 26 Jahren gibt an, regelmässig Mocktails zu trinken. Im Sommer 2025 lag der Anteil erst bei elf Prozent.

Info

Mit der 2024 novellierten
F-Gase-Verordnung gehen einige Veränderungen einher. So bezieht sie nun alle F-Gase ein; auch die in der Medizin verwendeten. Dadurch reduziert sich die verfügbare Gesamtmenge erheblich. 2030 werden nur noch 5,2 Prozent der F-Gasmengen im Vergleich zu 2015 auf dem Markt verfügbar sein. Für die Kältetechnik wird es voraussichtlich ab 2027 kaum noch Neuware geben. Auch deshalb dürften – neben natürlichen Gasen wie Propan und CO2 – Waterloop-Kühlmöbel bei Supermärkten als eine zukunftssichere Lösung in den Fokus rücken.
 
Quelle: Epta Deutschland