Formt die Zukunft

Freitag, 30. Januar 2026
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Neun von zehn mittelständischen Unternehmen nutzen Cloud-Anwendungen und sehen sie als Basis für Effizienz und Innovation. Eine Studie von ECC Köln zeigt die vielfältigen Potenziale – aber auch einige Risiken.

Im Zuge ihrer digitalen Transformation erachten viele Unternehmen Cloud-Lösungen als unabdingbar. Das zeigt die Studie «Business in the Cloud – Chancen nutzen, Risiken vermeiden» von ECC Köln und dem Softwaredienstleister FIS. Befragt wurden 300 Entscheider in mittelständischen Unternehmen aus Handel, Industrie und der Dienstleistungsbranche. Demnach nutzen 86 Prozent der Befragten Cloud-Anwendungen. Im Zuge dessen konnte knapp die Hälfte (49 %) der befragten Unternehmen neue digitale Produkte oder Services einführen sowie Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse oder Internet of Things (IoT) nutzen (45 %). Zudem geben die Befragten an, dass die Nutzung von Cloud-Anwendungen zentrale Key Performance Indicators (KPIs) wie Effizienz (89 %), Reaktionsfähigkeit (86 %) und Innovationsgeschwindigkeit (81 %) verbessert. Nicht zuletzt sehen die meisten Befragten (75 %) Cloud-Dienste als einfachen Zugang zu diesen modernen Technologien – ohne gross in eigene Infrastruktur investieren zu müssen.
 
Standard-Prozesse gefragt
Der wichtigste Einsatzbereich entfällt bei einem Grossteil der Unternehmen auf Software und Anwendungen (81 %). Hier insbesondere auf Office-Tools und Zusammenarbeit (59 %), Cloud-Security-Plattformen (48 %) und ERP-Systeme (41 %). Drei Viertel (74 %) der Unternehmen, die ein cloudbasiertes ERP-System nutzen, wollen im nächsten Jahr mehr in deren Nutzung investieren. 67 Prozent sehen Cloud-ERP-Lösungen sogar als zukunftsentscheidend an. Um bestehende Abläufe bei der Einführung von Cloud-ERP zu hinterfragen und zu verbessern, erachten sieben von zehn Unternehmen standardisierte Prozesse als entscheidend. «Unternehmen sehen viele Vorteile und einen grossen Effizienzgewinn für operative Abläufe. Dennoch bleibt ihr strategisches Potenzial noch oft ungenutzt, da interne Hürden und externe Anforderungen den breiten Einsatz bremsen», konstatiert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln und Gründer des ECC Köln.
 
Trends und Risiken
Bei der künftigen Nutzung von Cloud-Lösungen zeichnen sich einige klare Trends ab. Über die Hälfte (51 %) sehen Künstliche Intelligenz über die Cloud in den nächsten drei Jahren als strategisch relevant an, für vier von zehn Unternehmen (39 %) liegt Potenzial in der Automatisierung von Betrieb und Infrastruktur. Je rund ein Drittel bewertet Multi-Cloud-Strategien (34 %) und die ressourcenschonende «Green Cloud» (30 %) als strategisch relevant. Doch trotz dieser Chancen bremsen verschiedene Bedenken die Transformation. Die Integration in bestehende Systeme ist aus Sicht vieler Unternehmen (46 %) mit einem hohen Aufwand verbunden, führt zur Abhängigkeit von Cloud-Anbietern (49 %) und schürt auch Ängste, die Kontrolle über Daten zu verlieren (47 %). Dass gerade der letzte Punkt nicht unbegründet ist, zeigen die Warnungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI (s. Info).

News

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Bei der Jahresauftakt-Veranstaltung der voilà! Start-up-Arena in Frankfurt ging das Stuttgarter Start-up pieksmichnicht als erster Pitch-Gewinner dieses Jahres hervor. Das Gründerpaar Sarah und Erkan Eroglu konnte die Jury mit seinen pflanzlichen Anti-Mücken-Stickern für Babys und Kinder überzeugen.

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Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig, bewegen sich zu wenig und ernähren sich zu ungesund. Laut einschlägigen Studien leidet etwa jedes vierte Kind zwischen fünf und 19 Jahren an Übergewicht. Diese Herausforderung gehen Kaufland und die Philipp Lahm Stiftung nun gemeinsam an.

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Das Umweltbundesamt (UBA) und die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) haben auf ihrer Jahrespressekonferenz Ende Januar die neuesten Zahlen zum Verpackungsrecycling präsentiert.

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Deutsche Verbraucher greifen verstärkt zum Naturprodukt Mineralwasser.

Info

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informations­technik (BSI) mahnt bei der Nutzung von Cloud-Diensten zur Vorsicht: «Jeder Anbieter kann – innerhalb des gesetzlichen Rahmens, der für ihn Gültigkeit hat – seine eigenen Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen aufstellen. Diese können so formuliert sein, dass sie dem Anbieter womöglich Zugriffs- und Nutzungsrechte für die gespeicherten Dateien einräumen, obwohl Sie das nicht möchten.» So kann ein in Deutschland ansässiges Unternehmen durchaus Server im Ausland betreiben. Jeder Staat hat die Zugriffsrechte auf Dateien durch Unternehmen und Behörden unterschiedlich geregelt. 
 
Transparenz bietet die vom BSI empfohlene Plattform trusted-cloud.de. Für die hier gelisteten Anbieter und Dienste wird der Datenstandort und das anwend­bare Recht angegeben und durch das Kompetenznetzwerk «Trusted Cloud» überprüft. Ausserdem wird durch Leitfäden, Checklisten und Anwendungsbeispiele der gesamte Lebenszyklus der Cloud-Nutzung abgedeckt und durch einen Katalog mit Hinweisen zu Standards und Normen abgerundet.