Philipp Stahr ist ein ehemaliger Bundesliga-Hockeyspieler und Mitgründer der veganen Frühstücksmarke Wholey. Ziel des 2017 gegründeten Start-ups ist die gesunde Revolution des Frühstücksregals – das heisst: 100 Prozent natürlich, bio und ohne raffinierten Zucker. Das Markant Magazin ONE hat mit dem Gründer über Genuss und Achtsamkeit gesprochen sowie darüber, wie die Marke ihr Qualitätsversprechen lebt.
Herr Stahr, was darf für Sie bei einem perfekten Frühstück nicht fehlen?
Philipp Stahr: Zeit. Ein richtig gutes Frühstück braucht in meinen Augen Zeit und eine entspannte, lockere Atmosphäre. Beim Essen selbst liebe ich tatsächlich die Abwechslung und Vielfalt. Mal eine leckere, mit Liebe dekorierte Smoothie-Bowl, mal Rührei mit Brot und auf jeden Fall darf ein guter Kaffee nicht fehlen. Wenn es doch mal schnell gehen muss, dann gibt es bei mir in der Regel eine Schüssel Müsli oder Cerealien zum Frühstück.
«Das Frühstücksregal müsste eigentlich Süssigkeitenregal heissen», so ein Statement von Ihnen. Was meinen Sie damit?
Philipp Stahr: Wenn man sich die Produkte anschaut, die wir alle aus unserer Kindheit kennen und die auch heute noch das Cerealien- und Müsliregal dominieren, dann ist es oft erschreckend: Der Grossteil dieser Produkte enthält durchschnittlich 20 bis 30 Prozent Zucker. Das hat für mich nichts mit einem guten Start in den Tag zu tun. Genau deswegen sind wir mit Wholey in diesen Kategorien angetreten. Wir wollen zeigen, dass guter Geschmack auch mit bewusster Ernährung einhergehen kann.
Welche Mission verfolgen Sie? Welche Werte und Prinzipien vertreten Sie mit Wholey?
Philipp Stahr: Wir wollen beweisen, dass bewusste Ernährung Spass machen kann. Wir möchten eine Marke sein, der Konsumenten wirklich vertrauen können und die nicht mit leeren Versprechungen um sich wirft. Und das Ganze nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Leichtigkeit und Freude. Unterm Strich wollen wir, dass Menschen besser frühstücken.
Inwieweit spielen die Themen vegan und Natürlichkeit eine Rolle für Ihre Marke?
Philipp Stahr: Mit Blick auf unseren Planeten und die Frage, wie wir uns in Zukunft ernähren wollen oder auch müssen, war für uns von Anfang an klar: Wir setzen auf pflanzliche und natürliche Inhaltsstoffe. Es soll sich dabei nicht nach Verzicht anfühlen – und ich denke, dass uns das mit unseren Produkten bisher auch ziemlich gut gelingt. Kommunikativ stellen wir das Thema «vegan» bewusst nicht in den Fokus. Unsere Produkte sollen die bessere, natürliche Alternative für alle sein – unabhängig von ihrer Ernährungsform. Leider schreckt das Label «vegan» immer noch sehr viele Verbraucher ab. Die Auszeichnungen «Natürlich» und «frei von Industriezucker und Zusatzstoffen» sind hingegen sehr gefragt.
Was zeichnet Ihre Frühstücks-Produkte im Vergleich zum Wettbewerb aus?
Philipp Stahr: Unsere Produkte kommen in Bio-Qualität, sind 100 Prozent natürlich, pflanzlich, enthalten weniger Zucker und sind komplett frei von Industriezucker. Mit dieser Kombination sind wir sicher so etwas wie die Speerspitze im deutschen Frühstück. Besonders im Vergleich zu vielen anderen Bio-Produkten heben wir uns zudem durch unsere starke und aufmerksamkeitsstarke Marke ab: Wholey ist bunt, lifestylig und macht einfach Spass! Wir haben früh erkannt, dass die Wahrnehmung eines Produkts von vielen Faktoren beeinflusst wird – und dass unser Markenauftritt dabei eine entscheidende Rolle spielt.
Worauf achten Sie bei der Ernährung? Wie wichtig ist Ihnen eine pflanzlich betonte Ernährung?
Philipp Stahr: Ich selbst ernähre mich zwar nicht komplett vegan, konsumiere im Alltag aber überwiegend pflanzliche Produkte und vermisse dabei kaum etwas. Diese Philosophie leben wir auch bei uns im Office. Selbstverständlich kann privat jeder essen, was er oder sie möchte. Wenn in der Mittagspause aber für alle gekocht wird, ist das Essen immer vegan.
Sie sind ein ehemaliger Bundesliga-Hockeyspieler und damit spielte die Ernährung eine ganz zentrale Rolle. Sehen Sie Ihre Marke Wholey daher auch als Botschafter für gesunde Ernährung?
Philipp Stahr: Auf jeden Fall. Wir arbeiten auch viel mit Sportlern sowie Teams zusammen. Zu unseren treuen Abnehmern zählen zum Beispiel die Deutsche Fussballnationalmannschaft und die Deutsche Hockey-Nationalmannschaft. Das ist für uns auch ein Stück weit eine Auszeichnung und ein starkes Qualitätszeichen, wenn unsere Produkte dort so gut ankommen.
Wer sind die Käufer Ihrer Frühstücks-Produkte?
Philipp Stahr: Das ist eine ziemlich breite Zielgruppe. Von der jüngeren Generation, die unsere Smoothie-Bowls feiern oder unsere Smoothies in ihren Lieblingscafés trinken, bis hin zu Familien, die mit ihren Kids am Frühstückstisch unsere Cereals verputzen. Alle, die sich in ihrem Alltag bewusst ernähren wollen, sind bei Wholey richtig.
Sie wollen zur Frühstücksmarke der Zukunft werden. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen? Welche Rolle spielen dabei Investoren?
Philipp Stahr: Wenn man sich in Deutschland gegen grosse nationale und internationale Wettbewerber behaupten will, braucht man als Challenger-Brand starke Partner. Deshalb haben wir auch Investoren an Bord, die unsere Vision mittragen. Zu den prominentesten Unterstützern zählen dabei sicherlich Helene Fischer und die Familie Klopp.
Helene Fischer ist auch das Gesicht Ihrer aktuellen Markenkampagne. Warum haben Sie sich für sie entschieden?
Philipp Stahr: Ein Stück weit hat sich Helene für uns entschieden. Sie teilt unsere Werte, wenn es um Ernährung geht, und hat sich schon vor über einem Jahr in unsere Marke verliebt. Daraus wurden eine Beteiligung und nun eine gemeinsame Kampagne. Ihr Strahlen, ihre Energie und Nahbarkeit passen perfekt zu dem, wofür Wholey steht.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Philipp Stahr: Wir wollen weiterhin für einen Wandel in der Ernährung sorgen. Mehr Platz in den Regalen, mehr Sichtbarkeit, mehr Menschen erreichen. Zudem wollen wir mit unseren Produkten weiter inspirieren, überraschen und neue Massstäbe setzen – in Sachen Geschmack, Qualität und Nachhaltigkeit. Daher ist in Zukunft noch mit einigen spannenden Wholey-Produkten zu rechnen.