Viva España

Montag, 30. Juni 2025
Foto: stock.adobe.com – Nataliya

Ein spanischer Abend bietet den idealen Rahmen für vielfältige Festivitäten, sei es eine Gartenparty oder Geburtstagsfeier. Er vermittelt nicht nur Sonne, Urlaubslaune, Geselligkeit und Appetit, sondern bietet auch jede Menge emotionale Anknüpfungspunkte für den Handel.

Spanische Produkte sind beim Verbraucher besonders beliebt, weil sie für mediterranen Genuss, eine hohe Qualität, Authentizität und Lebensfreude stehen. «Sie verbinden Urlaubsgefühle mit kulinarischer Vielfalt und gelten als hochwertig, aber dennoch zugänglich», weiss Holger Meyers, Vertriebsleiter Heiderbeck. Beliebte spanische Produkte, die für ihn am Point of Sale nicht fehlen sollten, sind vor allem Serrano- und Ibérico-Schinken, Chorizo, Manchego-Käse, Oliven, Tapas-Spezialitäten, Paella-Zutaten, spanischer Rotwein, Sherry sowie Olivenöl.
 
Dass das spanische Lebensgefühl bei den Verbrauchern gut ankommt und insbesondere aromatische Highlights wie Mojo rojo oder marinierte Meeresfrüchte gefragt sind, bestätigt auch Meinard Voskamp, Produktmanager Bedientheke Deutsche See. Für ihn kommt es vor allen Dingen auf authentische Produkte für den unkomplizierten Genuss an: «Unsere Riesengarnelen in Knoblauchöl, Sardellenfilets in Kräuteröl oder der Tilapia «Tomate-Mozzarella» im Tortillamantel bringen mediterranes Flair direkt auf den Teller.» Tapas-Variationen für den SB-Bereich sieht er als eine attraktive Lösung für den schnellen Genuss – zumal sie sich gut in geselliger Runde teilen lassen. Dem Shopper gefällt, was einfach zuzubereiten ist. Entscheidend beim Kauf seien Frische und Originalität spanischer Klassiker wie Pulpo oder Garnelen.
 
Breite Ansprache
Egal ob es um Spezialitäten wie Datteln im Speckmantel, Käsekuchen, Crema Catalana oder Käseperlen als Snack oder Beilage geht – «diese Produkte sprechen sowohl Gourmet-Fans als auch Gelegenheitskäufer an», berichtet Benjamin Lewin, Vertriebsleitung Delina. Durch eine einfache Zubereitung oder Ready-to-eat-Konzepte eignen sie sich gleichermassen für den Alltag sowie besondere Anlässe: «Und bieten dem Handel attraktive Margen und eine Profilierung als Feinkostanbieter.» Für eine erlebnisorientierte Platzierung am Point of Sale empfiehlt Lewin Themeninseln und spanische Wochen mit passender Dekoration, zum Beispiel Landkarten, Olivenzweige und Keramik, Verbundplatzierungen, etwa von Paella, Safran und spanischem Weisswein, Verkostungen oder digitale Rezepttipps via QR-Code sowie Geschenksets für Anlässe wie Muttertag, Weihnachten oder Sommerfeste. «Das Ziel ist, emotionale Anker zu setzen und Impulskäufe zu fördern», sagt Lewin.
 
Storytelling
Dass sich spanische Produkte bestens am Point of Sale inszenieren lassen und sich gut Geschichten zu den Produkten erzählen lassen, findet auch Ann-Kristin Welk, Produktmanagerin bei Rila. Die Genussentdecker: So kann man etwa über Olivenöl aus jahrhundertealten Hainen, handgelegte Oliven oder Jamón Ibérico aus der Eichelmast informieren: «Das aktiviert den Genusskunden – es zählt mehr als nur Preis und Menge.» Tapas funktionieren zudem ganzjährig: im Sommer als leichte Küche, für Grillabende oder ein Picknick. Im Winter kommen deftige Tapas passend, etwa im Rahmen von Weinabenden oder als Raclette-Alternative. «Mit spanischen Produkten lassen sich höhere Warenkörbe durch Cross-Selling erzielen. Shopper kaufen meist mehrere Produkte gleichzeitig, wenn es stimmig im Handel präsentiert wird», sagt Welk.Eine starke Nachfrage erfährt traditionell geschnittener Serrano-Schinken. «Saisonal auch die ganze Schinkenkeule mit Knochen und in letzter Zeit auch verstärkt die Ein-Kilo-Packung im Geschenk-Karton», so Thomas Matthäi, Nationaler Verkaufsleiter bei Thomas Niederreuther. Der Trend gehe hier in den letzten Jahren eindeutig zu höherwertigen Waren, sowohl was die Verpackung als auch die Qualitäten betrifft. «Im Trend sind Schweinerassen wie Duroc oder Bellota – und auch die Reifestufen wie Reserva und Gran Reserva.»
 
Manchego & mehr
Da sich der Preis für den Original Manchego-Käse (DOP) durch reduzierte Milchmengen mittlerweile um mehrere Euro pro Kilogramm verteuert habe, werden laut Stefan Zimmer, Vertriebsleiter bei Carl Fr. Scheer, häufig entsprechende Alternativen verkauft. Beispielsweise Schafskäse ohne geschützte Herkunftsbezeichnung oder Käse aus anderen Milcharten wie etwa Ibérico, der aus einem Mix von Kuh-, Ziegen- und Schafmilch besteht. «Sehr beliebt und zunehmend erfolgreich sind Schafskäse mit verschiedenen Zutaten. Einer der stärksten Artikel in unserem Portfolio ist Schafskäse mit Trüffel.» Geschmacklich ergänzen lässt sich eine leckere Käseplatte etwa mit Feigen- und Dattelbrot.
Nicht zu vergessen ist, dass auch besonders spanisches Olivenöl durch seinen Geschmack und die Vielseitigkeit in der Alltagsküche überzeugt und entsprechend auf der Fläche präsentiert werden kann. «Im Handel werden durch Spanien-Wochen, Genussinseln und Storytelling emotionale Kaufanreize für den Verbraucher geschaffen und so potenziell die Verweildauer am Point of Sale erhöht», sagt Jonas Mettenmeyer, Marketing Manager bei Feinkost Dittmann. Er empfiehlt, insbesondere kurz nach den Ferienzeiten gezielt das Thema «Urlaub» aufzugreifen. Oder wie wäre es mit Bio-Meersalz und -Guacamole, die man bei der Rodriguez Group etwa im Portfolio hat? Dazu Frischfleisch vom Ibérico- oder Duroc-Schwein, das in Deutschland immer beliebter wird. «Beim Pulpo, Duroc und Ibérico sprechen wir Kunden an, die Qualität und auch Genuss kaufen. Wir haben die letzten Jahre stets steigende Absatzzahlen und können hier keine Preissensibilität feststellen», sagt Geschäftsführer Manuel Rodriguez. Eine vorteilhafte Ausgangslage für den Handel!
 
 
 

Tipp 

Zu den beliebtesten Gerichten der spanischen Küche zählen in Deutschland neben der klassischen Paella vor allem Tapas. Besonders gefragt sind hier Oliven, Artischocken, Patatas Bravas mit Mojo (knusprige Kartoffelwürfel mit pikanter Tomatensosse), Pimientos de Padrón (gebratene grüne Paprika), Tortilla Española (Kartoffel-Ei-Omelett), Albóndigas (Fleischbällchen in Tomatensosse), Gambas al Ajillo (Garnelen in Knoblauchöl), Jamón Ibérico (luftgetrockneter Edelschinken), Queso Manchego (Schafskäse) sowie Calamares (frittierte Tintenfischringe). 
 
Für einen Hauch von Spanien sorgt man nicht nur mit authentischen Gerichten, sondern auch mit den passenden Getränken. Es lohnt sich also, stets auch spanische Weine, Sekt (Cava), Sherry (Jerez) und Liköre in den Fokus zu rücken und am POS erlebbar zu machen. Ideal sind auch Non-Food-Artikel wie Fähnchen oder Flaggenpicker als Dekoration für die spanische Fiesta. 

 

 

News

Ob Warenverfügbarkeit, Preissteuerung, Kühlkettenüberwachung oder personalisierte Kundenansprache: Der moderne Handel entscheidet heute in Echtzeit. Dafür braucht es IT-Infrastrukturen, die genauso schnell, zuverlässig und effizient arbeiten wie der Markt selbst. Direkt am Point of Sale.

Foto: stock.adobe.com - Leonardo

Verpackungen beeinflussen Kaufentscheidungen zunehmend, da Verbraucher verstärkt auf die Umweltauswirkungen der verwendeten Materialien achten.

Foto: Valora

Die Valora Gruppe knüpfte im vergangenen Geschäftsjahr an ihre positive Entwicklung an und verbesserte ihr operatives Ergebnis weiter.

Foto: Johnny Cashew

Das Unternehmen Johnny Cashew ist beim 129. Markant Handelsforum als Gewinner von voilà! – die Start-up-Arena hervorgegangen.

Statements

Viele Tapas sind Snack- oder Fingerfood-freundlich – ideal für kleine Anlässe. Fertige oder halbfertige Produkte (z. B. marinierte/gesteckte Oliven, Artischocken im Glas, Mojos) ermöglichen schnellen Genuss ohne grossen Aufwand. Shopper lieben es, aus vielen kleinen Spezialitäten zu wählen: individuell zusammenstellbar, perfekt für Familien, Gäste oder den Feierabendtisch. Vegetarisch, deftig, pikant, fischig – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Ann-Kristin Welk, Produktmanagerin Rila. Die Genussentdecker, 
Rila Feinkost-Importe
 
Wir empfehlen Bio-Guacamole so zu platzieren wie in Spanien. Dort wird die Guacamole direkt in der Obst- und Gemüseabteilung verkauft, zum Beispiel in Anbindung zu Avocados. Dadurch ist der Absatz um ein Vielfaches höher als bei einer Platzierung im Convenience-Regal. Hier ist enormes Potenzial. 
Sascha Krämer, Vertriebsleiter DACH, Rodriguez Group
 
Besondere Kaufanlässe für spanischen Käse beobachten wir nicht. Da er aber traditionell zu den Premiumprodukten in der Käsetheke gehört, wird er – wie viele andere hochwertige Käse – stark zu den Saisonhöhepunkten und Feiertagen gekauft. 
Michael Scheer, Geschäftsführer Carl Fr. Scheer
 
Verbraucher zeigen sich bei mediterranen Spezialitäten preisbewusst, aber nicht übermässig preissensibel. Qualität, Originalität und Genuss rechtfertigen für viele einen Aufpreis – vor allem bei Marken, die Vertrauen und Authentizität ausstrahlen. Wichtig sind transparente Kommunikation, Herkunftshinweise und glaubwürdige Produktgeschichten. 
Benjamin Lewin, Vertriebsleitung, Delina 
 
Deutsche Konsumenten sind preissensibel, bevorzugen derzeit oft Eigenmarken oder Aktionsware. Dennoch sind viele bei authentischen, hochwertigen Produkten weiterhin bereit, mehr zu zahlen – besonders qualitätsorientierte Zielgruppen. 
Jonas Mettenmeyer, Marketing Manager, Feinkost Dittmann 
 
Nach der Rückkehr aus dem Mittelmeerraum greifen Kunden gerne zu vertrauten Aromen wie Meeresfrüchten, Mojo oder Paella-Zutaten, um das Urlaubsgefühl zu Hause kulinarisch zMu verlängern. Gerade im Sommer sind spanische Spezialitäten daher besonders gefragt. Für den Handel bietet das gleich doppelt Potenzial: einerseits durch die hohe Emotionalität und Impulskraft am POS, andererseits durch die Wertigkeit der Produkte – etwa bei Garnelen, Pulpo oder marinierten Fischspezialitäten, die zur margenstarken Warengruppe zählen. 
Meinard Voskamp, Produktmanager Bedientheke, Deutsche See
 
Der Handel kann profitieren, indem er gezielt auf die emotionale Ansprache setzt und das Sortiment klar als «Genusswelt Spanien» inszeniert. Das steigert die Verweildauer am Produkt, den Warenkorb und die Kundenbindung. Heute mehr denn je ein nicht zu unterschätzender Aspekt. 
Holger Meyers, Vertriebsleiter, Heiderbeck
 
Empfehlen würden wir immer eine gesonderte Platzierung im Verbund mit anderen Produkten aus Spanien (zum Beispiel Käse, Wein, Brot, Saucen oder Grillwürsten) oder aber aus dem mediterranen Raum. Gerne über alle Sortimentsbereiche. Aus unserer Sicht ist auch wichtig, mindestens temporär eine Verkostung anzubieten, um die Qualität fühlbar und erlebbar zu machen. 
Thomas Matthäi,
Nationaler Verkaufsleiter bei Thomas Niederreuther 

Foto: Andreas Friedle
 
 

Produkte

Bell Deutschland 
Der original spanische Schinken «Serrano Reserva» der Marke Abraham ist in hauchdünne Scheiben geschnitten und SB-verpackt – ein von der EU als garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S) geschütztes Produkt. Der typische Serrano-Geschmack ist durch das hauchfeine Aufschneiden besonders ausgeprägt. Hergestellt in Spanien von Bell Espana; geschnitten und verpackt von Bell in Deutschland.

Deutsche See
Kleine Häppchen mit grossem Geschmack versprechen die Tapas «Spanischer Meeresfrüchte Mix»: Tintenfischstücke, Garnelen und Miesmuscheln – Frutti di mare nach spanischer Art, gekocht in mediterraner Marinade, mit grünen Oliven und Kapern. Als Vorspeise oder auch als Snack für unterwegs geeignet. 

Delina 
Die «Paella Mixta» bringt mediterrane Aromen auf den Tisch. Das traditionelle Reisgericht, nach spanischem Originalrezept zubereitet, enthält Gemüse, Gewürze wie Safran und typische Zutaten für ein authentisches Geschmackserlebnis. Einfach in der Zubereitung eignet es sich für den geselligen Abend mit Freunden – als Hauptgericht oder Teil eines Tapas-Menüs.

Rila Feinkost-Importe 
Mojos, die bekannten Dips der kanarischen Inseln, werden zu vielen Gerichten gereicht – u. a. zu «Papas arrugadas»: Pellkartoffeln mit Meersalzkruste. Mojos sind in Rot und Grün zu haben und enthalten Olivenöl sowie Knoblauch. Die «Mojo Rojo» von Ibero basiert zudem auf roter Paprika und ist mit Gewürzen und Chillis pikant abgerundet. Passt gut zu Brot und Fleisch. 
 
Carl Fr. Scheer 
Der «Tostado Ambré» von La Leyenda wird aus pasteurisierter Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch hergestellt und mindestens sechs Monate lang gereift. Er zeichnet sich durch ein ausgewogenes Aroma von Butter und warmer Milch aus – ergänzt um Karamellnoten. Die Textur ist fest, buttrig und cremig. Passt gut zu vollmundigen Rotweinen, Trockenfrüchten, Nüssen und Konfitüren. 
 

Feinkost Dittmann 
«Spanische Oliven ohne Stein» der Submarke La Taparia, trocken eingelegt und in der Dose, sind ein Allzeit-Klassiker. Sie stammen aus sonnenverwöhnten Olivenhainen Südspaniens, kommen als mediterrane Tapas genau passend und verleihen vielen Gerichten eine Mittelmeer-Note: Salaten, Pasta oder auch Fleischsaucen.

Heiderbeck 
«Jamon Ibérico Cebo de Campo» (Pietro's Salumeria) wird aus iberischen Schweinen hergestellt, die in freier Natur aufwachsen. Dieser Schinken verspricht einen besonders zarten Geschmack und eine angenehme Balance zwischen Süsse und Würze. Das langsame, naturbelassene Reifen sorgt dafür, dass sich die Aromen gut entfalten können.

Rodriguez Group 
Die «Chorizo Extra Pikant» der Marke Artysan wird in der Rioja hergestellt – von einer Familie, die ihre eigenen Duroc-Schweine züchtet. Diese Rasse zeichnet sich durch mehr intramuskuläres Fett als bei herkömmlichen Schweinen aus. Die Wurst wird ohne Zusatzstoffe hergestellt; die einzigen Zutaten sind: Fleisch, Paprika, Salz und Knoblauch. Auch in einer milden Variante erhältlich.

Werner Lauenroth 
«Pulpo Galizia in Öl»: Das sind zarte, auf den Punkt gegarte Pulpostücke, mariniert à la Galazia in leicht scharfem und mit Paprikaextrakt gewürztem Rapsöl. Die leicht pikante Zutat für Paella eignet sich auch als Snack für zwischendurch und kommt für ein spanisches Buffet genau passend.

Thomas Niederreuther
Die frische Grillwurst «Chorizo BBQ pikant» von Porxas ist eine etwas ausgefallenere Delikatesse. Ihre feine intramuskuläre Fettmarmorierung ist ein guter Geschmacksträger und hält das Fleisch zart und saftig. Harmonisch mit Paprika gewürzt. Als würzige Einlage kann sie auch spanische Eintöpfe und Reisgerichte bereichern.