Tees gehören unverzichtbar zu unserem Alltag und spielen im Rahmen einer ausgewogenen und gesunden Ernährung eine bedeutsame Rolle. Mit ihrer Sorten- und Aromenvielfalt ermöglichen sie besondere Genuss-Momente und versprechen reichlich Abwechslung.
Sie sind pflanzlich, kalorienarm, in der Regel zuckerfrei und alles andere als langweilig im Geschmack. Die positiven Eigenschaften von Schwarz- und Grün- sowie Kräuter- und Früchtetees überzeugen Verbraucher jeden Alters. Aktuell werde der Teemarkt durch die Themen Selbstfürsorge, Nachhaltigkeit und bewussten Genuss geprägt, erläutert Sven Eilek, Customer Marketing Manager DACH/SCAN/EEU bei Yogi Tea: «Tee steht zunehmend für kleine Auszeiten im Alltag – als Teil einer individuellen Selfcare-Routine, die Körper und Geist in Balance bringt. Verbraucher suchen nach Produkten, die ihnen Wohlbefinden, Entspannung und natürliche Unterstützung bieten – etwa durch funktionale Bio-Tees mit modernen Kompositionen.» Ihm zufolge liegen derzeit fruchtig-frische Mischungen im Trend, etwa Mango, Blutorange oder Hibiskus. Darauf zahlt beispielsweise die neue Sorte «Spritzige Blutorange» ein, die zu Selbstzufriedenheit und Entspannung beitragen will. «Weiterhin angesagt sind funktionale Wohlfühl-Tees zu speziellen Themen wie Lebensfreude, Frauenpower oder Halswärmer.»
Emotionale Sache
Für Viola Bunkowski, Marketing Director DACH,
Allos Hof-Manufaktur, gewinnt neben klassischen Themen wie Bio und Fairtrade die Emotionalisierung über Geschmack, Storytelling und Design an Bedeutung: «Cupper Teas greift diesen Trend mit Konzepten wie beispielsweise den Ländertees auf – Sorten, die Konsumenten auf eine geschmackliche Weltreise mitnehmen. Inspiriert von Orten wie Marrakesch, Rio oder Kapstadt verbinden sie authentische Zutaten, Fernweh und Sinnlichkeit mit nachhaltigem Genuss». Zugleich bleiben Mood- und Functional-Tees starke Wachstumstreiber: Produkte, die einen Mehrwert für die Shopper bieten.
«Besonders jüngere Zielgruppen entdecken Tee als modernes, sinnliches Getränk und suchen nach Marken, die glaubwürdig und inspirierend zugleich sind», so Bunkowski. Wichtige Entscheidungskriterien seien für bewusste Käufer Geschmacksvielfalt, nachhaltige Verpackungen ohne Plastik oder Metallklammer, gute Zutatenlisten ohne künstliche Zusätze, Bio-Qualität und Fairtrade-Herkunft sowie ein Design, das Emotionen weckt. Dazu passend erweitert die Marke Cupper Teas ihr Bio-Sortiment zum Frühjahr um die saisonale Sorte «Spring Bloom».
Bio kommt gut an
Dass die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst, darauf hat man bei Teekanne mit der neuen Bio-Früchtetee-Linie «Teekanne Genussgarten» reagiert. Die drei Sorten «Holunder-Waldbeere», «Apfel-Holunderblüte» und «Limone-Manukahonig» kombinieren Früchtetee-Bestseller mit angesagten Trendzutaten. Bei den funktionalen Tees mit zusätzlichen Benefits setzt man unter anderem auf Melatonin, Vitamin C oder Zink – etwa beim Sortiment «Harmonie für Körper und Seele». «Neben Funktionalität und Natürlichkeit spielt auch der Wunsch nach Individualisierung und einem Teeerlebnis passend zur persönlichen Lebenssituation eine immer grössere Rolle», sagt Christian Exner Arizaga, Leiter Teekanne Marketing & PR: «Produkte wie «Teekanne Meine Tage», die gezielt auf zyklusorientierte Bedürfnisse eingehen, sind Beispiele für diese Entwicklung.» Ein weiteres dynamisches Segment sind Tees zum Kaltaufgiessen: eine moderne, zuckerfreie Alternative zu klassischen Softdrinks, die in wenigen Minuten trinkfertig sind und sich auch gut für unterwegs, beim Sport oder im Büro eignen. «Das Segment ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen und spricht eine junge, mobile Zielgruppe an.»
Lust auf Innovatives
Auch Annemarie Leniger, Geschäftsführerin der Ostfriesischen Tee Gesellschaft, weiss, dass viele Konsumenten Wert auf Nachhaltigkeit sowie eine transparente Herkunft der Rohwaren legen. «Gleichzeitig spielen Abwechslung und der Neuigkeitswert über Produkte, Innovationen und Limited Editions sowie auch in der Kommunikation eine grosse Rolle.» Passend zum Start der neuen Serien-Staffel von Bridgerton auf Netflix hat man daher die Sonderedition «The Limited Bridgerton-Edition of Messmer» auf den Markt gebracht. Sie umfasst sechs bekannte und drei neue Varianten im Bridgerton-Look; die Verpackung zieren beliebte Charaktere der Serie. Die Geschäftsführerin von OTG betont, dass sich das Thema Verantwortung bei der Ostfriesischen Tee Gesellschaft über die gesamte Wertschöpfungskette erstreckt: «Gemeinsam mit starken Partnern wie der Ethical Tea Partnership machen wir uns in konkreten Projekten für die Menschen in den Anbaugebieten stark.» Aktuell soll das Engagement noch weiter ausgebaut werden. Seit Herbst 2025 wird ein Teil der Zutaten für die Tees schrittweise durch «Fair for Life» zertifizierte Rohwaren ersetzt. Die Tees sind mittlerweile sukzessive im Handel verfügbar. «Dies bringt uns einen grossen Schritt in Richtung unseres Ziels bei Messmer, bis zum Jahr 2030 rund 100 Prozent nachhaltig zertifizierte Rohware einzusetzen», so Annemarie Leniger.
Kleine Warenkunde
Tee im klassischen Sinne stammt von der Teepflanze Camellia sinensis und ist der Aufguss aus den getrockneten bzw. fermentierten Blättern, Blattknospen und zarten Stielen. Zu den wichtigsten Teeanbauländern zählen China, Indien, Kenia und Sri Lanka.
Das Aroma: Die Geschmacksnuancen von Tee reichen von blumig-weich bis kräftig-herb. Entscheidend für das Aroma und die Güte des Tees sind neben der Pflanze selbst vor allem das Anbaugebiet, Klima und Bodenbeschaffenheit, die Lage, Erntezeit und die Verarbeitung. Letztere entscheidet auch, welche Teesorte entsteht.
Schwarzer Tee: Er ist in Deutschland die beliebteste Teesorte. Die wesentlichen Herstellungsschritte bei seiner Produktion sind das Welken der Teeblätter, das Rollen, das Fermentieren, das Trocknen und das Sortieren. Ostfriesentee, Earl Grey und Darjeeling gehören zu den Top 5-Sorten aus dem Bereich Tee.
Grüner Tee: Er stammt wie Schwarzer Tee vom Teestrauch, ist aber nicht fermentiert. Wesentliche Verarbeitungsschritte sind hier das Dämpfen (japanische Methode) oder Rösten (chinesische Methode) des frischen Blattguts. So bleibt die grüne Farbe der Blätter erhalten.
Weisser Tee: Er wird getrocknet und nur minimal verarbeitet. Das erhält die Blattstruktur weitgehend. Da die feinen Härchen am Blatt verbleiben, erscheint der trockene Tee weisslich. Daher rührt sein Name.
Matcha: Kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet «gemahlener Tee». Es handelt sich um die einzige Teevariante, bei der der Tee wirklich mitgetrunken wird. Die Teesträucher werden etwa zwei bis drei Wochen vor dem Pflücken beschattet (Tencha: Schatten-Tee). Dadurch wird u. a. die Produktion des grünen Blattfarbstoffs Chlorophyll angeregt; der Matcha erhält so seine satte grüne Farbe.
Nach dem Trocknen wird der Tencha nicht gerollt. Die feinen Blattstiele und -adern werden entfernt. Dann wird der Tee zu feinstem Pulver vermahlen, das dann erst Matcha genannt wird. Matcha zählt aktuell zu den Trendtees mit Wachstumspotenzial und zu den beliebtesten Teesorten in Deutschland.
Oolong: Das ist ein teilfermentierter Tee; die frischen Teeblätter fermentieren nur am Rand. Je nach Qualität reicht die Geschmacksskala von malzig-brotig bis fruchtig-duftig. Das Aroma erinnert an reife Pfirsiche.
Pu-Erh Tee: Er erhält seine dunkle, rötliche Farbe und den kräftigen, erdigen Geschmack durch eine besondere Nach-Fermentation. Eine Spezialität aus der chinesischen Provinz Yunnan.
Kräuter- und Früchtetees: Sie werden aus 400 verschiedenen Pflanzen und Pflanzenteilen hergestellt. Zudem können die Mischungen aromatisiert oder nicht-aromatisiert angeboten werden, sodass sich die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen erzielen lassen. Einige Mischungen eignen sich auch für Cold Brew Teas, die einfach mit kaltem Wasser aufgegossen werden und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Kräuter- und Früchtetees werden auch als Basis für Eistees oder alkoholfreie Cocktails genutzt.
Quelle: Deutscher Tee & Kräutertee Verband e. V.