Die Alpenküche steht für Authentizität und Ursprünglichkeit. Werte, die Konsumenten in einem immer komplexeren Alltag zunehmend schätzen. Sie entscheiden sich gerne für Produkte, die Handwerk und Tradition verkörpern sowie die Besonderheit der Region widerspiegeln.
Die Alpen sind als Urlaubsgebiet schon einmal positiv besetzt. «Unberührte Natur, Blumenwiesen, idyllisches Landleben, Outdoor-Sport, entspannte Zeit. Diese positiven Assoziationen übertragen sich auch auf Produkte aus der Region. Man hat das Gefühl, sich ein Stück Urlaub nach Hause zu holen», sagt Silke Machate-Hitschler, Produktmanagerin bei Rudolf und Robert Houdek. Wer etwa zum «Kabanos Knabber Spass» oder den «Kabano Snak's» greift – Varianten der heissgeräucherten Salamispezialität für zwischendurch –, sehnt sich vielleicht schlicht nach ein bisschen Alpen-Feeling oder Hüttenzauber für daheim. Zum anderen entscheiden sich viele Shopper bewusst für Produkte, die mit einer traditionellen Herstellungsweise und Handwerkskunst verbunden werden und die man aus den Ferien kennt, seien es Heumilchkäse oder regionale Wurst- und Schinkenspezialitäten.
«Viele Konsumenten schätzen genau das: authentische Lebensmittel mit Charakter und nachvollziehbarer Herkunft, die Genuss und Qualität vereinen», dies bestätigt auch Arno Welponer, Verkaufsleiter Export & Industrie bei Recla. Produkte des Hauses wie der «Südtiroler Speck g.g.A.» werden ihm zufolge gerne zu besonderen Anlässen wie Jause, Abendessen oder als Geschenk gewählt. Urlaubserinnerungen an Südtirol, die geschützte Herkunft und saisonale Highlights wie Geschenkboxen zu Weihnachten würden über das ganze Jahr hinweg Kaufanreize schaffen.
Auch die Weisswurst ist ein begehrter Dauerbrenner. Bei den Fleischwerken Zimmermann ist die Ware – praktisch für den Verbraucher – mit portioniertem süssen Händlmaier-Senf im Beutel zu haben.
Knödel-Zeit
Timo Burger, Geschäftsführung Burgis, erinnert daran, dass auch Knödel zur traditionellen Alpenküche und zu regionalen Festen gehören. «So sind in Südtirol etwa Speck-, Spinat- und Käseknödel sehr beliebt, während Österreich und Bayern für seine Kartoffel-, Semmel- und Marillenknödel bekannt sind.» Für ihn sollte der Knödel im Handel einmal jährlich in den Fokus rücken, wie etwa der «Oktoberfestknödel» als spezieller Aktionsartikel im September: «Eine künstliche Verknappung erzeugt dabei Begehrlichkeit ohne Margenverlust durch Rabatte.»
Begrenzt erhältlich sind auch bei Bürger ab September wieder die «Weisswurst Maultauschen». «Bereits im letzten Jahr überzeugte die zünftige Limited Edition durch starke Impulse im Kühlregal», freut man sich im Unternehmen.
Süsse Verlockung
Keine Frage, dass auch süsse Mahlzeiten wie Kaiserschmarrn Assoziationen an innige Genussmomente wecken, etwa bei familiären Zusammenkünften oder gemütlichen Abenden im Urlaub. «Aber nicht jeder Verbraucher traut sich die Zubereitung auch selbst zu», sagt Michael Gepperth, Head of Marketing bei Newlat. Dann kann «Minuto Kaiserschmarrn» ins Spiel kommen, mit dem sich das Geschmackserlebnis gelingsicher und bequem zuhause erzeugen lässt. «So verbindet das Produkt traditionelle Alpenküche mit moderner Convenience.»
Käse – unverzichtbar
Andreas Krönauer, Inhaber von Käserebellen, verdeutlicht nochmals, dass die Alpen als saubere, ursprüngliche Region gelten. Dies schafft Vertrauen in die Herkunft und Herstellung der Produkte. «Viele dieser Erzeugnisse basieren auf alten Handwerkstechniken und nachhaltiger Produktion, was sie besonders authentisch und hochwertig macht.» Zudem stehen sie für Regionalität und bewussten Konsum. Für die Spezialitäten des Unternehmens wie den Herbstkäse «Kürbiskern Rebell» wird ausschliesslich Bergbauern-Heumilch verwendet. Im Sommer bekommen die Tiere also frische Gräser sowie Kräuter und im Winter frisches Heu. Eine andauernde Anbindehaltung der Tiere ist verboten und eine Weidehaltung verpflichtend – eine traditionelle Wirtschaftsweise, die die Umwelt schützt und die Artenvielfalt fördert.
Aus frischer Alpenmilch hergestellt wird auch der «Bavaria blu» von Bergader: ein beliebter bayerischer Klassiker, der seit über 50 Jahren einen festen Platz in der Käsetheke hat. Mittlerweile ist er auch im Würfelformat zu haben (100-Gramm-Packung mit zwei Portionskammern), um Pizzen, Pasta, Salate, Suppen oder Bowls in der täglichen Küche schnell und einfach zu verfeinern.
Bewährtes aus der Schweiz
Regina Benecke erfüllt es mit Stolz, dass Käse aus der Schweiz an der Käsetheke nach Länderherkunft auf Platz drei rangiert – trotz hoher Preisstellung, wie die Marketingleiterin von Switzerland Cheese Marketing Deutschland sagt. «Aus der Marktforschung wissen wir, dass die Kaufmotive vielfältig sind. Die wichtigsten Faktoren sind dabei die natürliche traditionelle Herstellung ohne künstliche Zusatzstoffe, kaufentscheidend sind vor allem aber der Geschmack, das einzigartige und ausgeprägte Aroma.» Für die Abverkaufsförderung und kreative Umsetzung von Massnahmen am Point of Sale bietet man dem Handel über die neue Werbemittel-App «SCM Pro» gratis Werbemittel an und unterstützt mit News und Wissenswertem.
Die Käse von Kaltbach, ebenfalls aus der Schweiz, werden laut Katharina Enzmann, Marketingleitung von Emmi Deutschland, in jeder Stufe der Wertschöpfungskette mit viel Leidenschaft und Geschick gepflegt: vom Landwirt über die Käserei bis hin zur Veredelung in der Kaltbachhöhle – einer Sandsteinhöhle mit natürlichem Klima. Umso besser, wenn es am Point of Sale gelingt, die Geschichte hinter der Marke zu erzählen. Dafür werden den Händlern vielfältige Materialien angeboten. «Dazu gehören zum Beispiel Aufsteller, Poster und Rezeptkarten, die die besondere Reifung und Veredelung der Käse durch Höhle und Meister thematisieren.» Das Leih-Equipment umfasst Kühler, Schneidetische und sogar eine kleine Kaltbach-Höhle zur stillen Verkostung. Spätestens hier sollte der Shopper doch interessiert stehenbleiben!