Zwischen Preisaktion & Restaurantmoment

Montag, 31. August 2026
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La Dolce Vita aus dem Tiefkühlfach: Seit über einem halben Jahrhundert bringt Tiefkühlpizza italienisches Lebensgefühl auf den heimischen Esstisch. Aus dem einstigen Convenience-Klassiker ist mittlerweile ein facettenreiches Produkt geworden. Lifestyle-Trends und steigende Ansprüche an Qualität, Vielfalt und Authentizität treiben die Kategorie stetig voran.

Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen viele Konsumenten ihre alltäglichen Ausgaben reduzieren, wächst der Wunsch nach besonderen Genussmomenten. Restaurantbesuche und auch Lieferdienste gelten zunehmend als Luxus. Genau hier spielt die Tiefkühlpizza ihre Stärken aus. Während sie viele Jahre als Alltagskönner für eine schnelle und schmackhafte Mahlzeit stand, verschieben sich die Erwartungen der Konsumenten. Immer öfter wird die Tiefkühlpizza zur Alternative für den Restaurantbesuch und muss infolgedessen gehobene Erwartungen erfüllen: Neben authentischem Pizzagenuss werden zunehmend auch emotionale Komponenten wichtiger. Sie soll gesellige Momente und ein besonderes gemeinsames kulinarisches Erlebnis bieten. Den gewachsenen Anforderungen begegnen die Hersteller mit Premium-Pizza: hochwertige Zutaten, innovative Rezepturen und handwerklich inspirierte Konzepte. Auch die Präsentation und Kundenansprache soll sich abheben und Luxus sowie Einzigartigkeit transportieren.
 
Premiumisierung
Das Premiumsegment treibt die Kategorie. Das unterstreicht Christiane Koßmann, Executive Manager TK/Fertigdesserts bei Dr. Oetker: «Der Tiefkühlpizza-Markt ist weiterhin durch eine dynamische Entwicklung im Bereich Premium-Pizza geprägt, der im Gegensatz zum Gesamtmarkt deutlich wächst». So habe das Sortiment Suprema von Dr. Oetker seinen Umsatz im Vorjahresvergleich fast verdoppelt. Verbraucher suchten zunehmend nach Alternativen, die geschmacklich näher an der Pizzeria als an der klassischen Tiefkühlpizza liegen. Der Suprema-Range komme laut Koßmann in der Sortimentsentwicklung von Dr. Oetker derzeit eine besondere Bedeutung zu, in diesem Jahr mit gleich drei neuen Varianten. Besonders im Premiumsegment zeige sich die Bereitschaft, für Qualität einen entsprechenden Preis zu zahlen. Koßmann verweist darauf, dass bei Dr. Oetker rund zwei Drittel der Pizzen der Premium-Range Suprema ausserhalb von Preisaktionen verkauft werden. «Das unterstreicht die Wertigkeit und ist wichtig für die Kategorie, in der Markenartikel weiterhin eine grosse Rolle spielen.»
 
Intensiver Wettbewerb
Insgesamt aber bleibt der Preisdruck in der Kategorie Tiefkühlpizza hoch. Aktionen prägen das Kaufverhalten vieler Verbraucher und sorgen für Frequenz im Tiefkühlregal. Nach Aussagen der Hersteller entscheide ein günstiger Preis allein jedoch längst nicht mehr über den Erfolg. 
 
Christoph Schramm, Geschäftsführer bei Gustavo Gusto beobachtet im Kaufverhalten der Konsumenten einen zunehmend bewussten Abwägungsprozess. Entscheidend sei dabei, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeuge. Darüber hinaus verweist Schramm auf die qualitative Weiterentwicklung der Handelsmarken. Diese führe zu erhöhtem Wettbewerbsdruck, trage jedoch zu einer stärkeren Professionalisierung der gesamten Kategorie bei. Sein Fazit: «Der Mehrwert muss durch Produktqualität, ein klares Markenprofil und Innovationskraft deutlich erkennbar sein.» In punkto Innovationskraft setzt Gustavo Gusto auf das frühzeitige Erkennen von Trends und deren rasche Umsetzung über die Produktlinie «Take-Over». Diese steht für limitierte und saisonale Editionen und ergänzt das Sortiment neben der klassischen Linie sowie der Premium-Range «Amore». Auf diese Weise fanden bereits Varianten wie «Kürbis» oder «Flammkuchen» ihren Weg in die Regale. Aktuell sorgt die Sorte «Diavola» mit Nduja für Aufmerksamkeit, die den anhaltenden Trend zu schärferen Geschmacksprofilen aufgreift.
 
Wachstumsimpulse
Aus Sicht von Luisa Margies, International Communications Manager & Corporate Communication bei Original Wagner Pizza steht fest: «Für Marken ist es entscheidend, aus der reinen Preislogik immer wieder auszubrechen». Das gelinge nicht allein über ein Qualitätsversprechen, sondern vor allem über relevante Impulse: die Stärkung von Klassikern und Basissortimenten, klare Produktversprechen, aufmerksamkeitsstarke Aktivierungen und Innovationen. Wachstumsimpulse entstehen nach Einschätzung von Margies vor allem dann, wenn Hersteller neue Anlässe für den Pizzakonsum schaffen – von saisonalen Editionen über Snackkonzepte bis hin zu Produkten, die aktuelle Trends und neue Zubereitungsgewohnheiten aufgreifen. So sollen unter anderem eine neue Backfrische Herbstedition mit Raclette-Käse, eine neue Big City Pizza im Umfeld der Partnerschaft mit den Kansas City Chiefs sowie zwei neue Piccolinis-Sorten in Kooperation mit Sonic the Hedgehog für frische Kaufimpulse sorgen. 
 
Snacking & Airfryer
Der Airfryer-Trend erweist sich als ein wichtiger Zukunftstreiber. In der Kategorie Tiefkühlpizza verstärkt er die Nachfrage nach kleineren und snacktauglichen Formaten. Luisa Margies erklärt: «Tiefkühlpizza wird heute vielseitiger genutzt als früher. Neben dem klassischen Abend­essen gewinnen spontane Genuss­momente, Sharing-Anlässe, Gaming- und Sportabende oder kleinere Mahlzeiten zwischendurch an Bedeutung.» 
 
Aus Sicht von Dr. Oetker bevorzugen insbesondere jüngere Zielgruppen Produkte, die sich schnell zubereiten und flexibel in den Alltag integrieren lassen. Zahlreiche Produkte aus dem Pizza- und Snacksortiment seien mittlerweile ausdrücklich für die Zubereitung im Airfryer gekennzeichnet und bedienen damit den Wunsch nach mehr Komfort und Flexibilität.
 
Entscheidung am Regal
Während die Anzahl der Sorten, Formate und Sondereditionen stetig wächst, wird Orientierung für die Verbraucher immer wichtiger. Viele Kaufentscheidungen entstehen erst direkt vor der Tiefkühltruhe. Nach Angaben von Dr. Oetker sind lediglich 35 Prozent der Tiefkühlpizzakäufe vorab konkret geplant. Entsprechend gross ist der Einfluss am Point of Sale. Eine klare Strukturierung des Regals, verständliche Segmentierung und die sichtbare Platzierung von Innovationen können deshalb entscheidende Kaufimpulse auslösen. Besonders Premiumprodukte entwickeln sich zunehmend zu einem eigenen Orientierungskriterium. Eine gezielte Bündelung hochwertiger Angebote könnte nach Einschätzung der Hersteller dazu beitragen, die Wertigkeit der gesamten Kategorie besser sichtbar zu machen.
 
Genuss als Erfolgsfaktor
Entscheidende Erfolgsfaktoren am Point of Sale sind laut Gustavo Gusto eine markante Verpackung, eine klare Markenbotschaft sowie das Versprechen eines überzeugenden Geschmackserlebnisses. Unerlässlich sei auch die Gelegenheit, Konsumenten bei Verkostungen das Produkt unmittelbar erleben zu lassen. Denn trotz aller Innovationen, wachsender Sortimentsvielfalt und neuer Verzehranlässe bleibt Tiefkühlpizza vor allem eines: ein Genussprodukt. Starke Marken, kreative Konzepte, neue Zubereitungsmöglichkeiten und  attraktive Produktideen prägen die Dynamik der Kategorie und sorgen immer wieder für frische Impulse. Ent­scheidend für den Kauf bleiben jedoch Qualität, Geschmack und ein überzeugender Genussfaktor.

News

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Mit der Eröffnung des ersten Qwik24 in einem Hotel erweitert der Convenience-Grosshändler MCS sein Smart-Store-Konzept gezielt auf den Bereich Hotellerie und Hospitality.

Mark ­Michaelis wird zum 1. September als weiterer Geschäftsführer der Markant AG berufen.

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Die aktuelle YouGov-Studie «Retail Media aus Shopper-Sicht: Wahrnehmung, Wirkung, Wirklichkeit» gibt detaillierte Antworten aus Verbrauchersicht.

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Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln.

Hebel am Point of Sale

Von Category Management über Verkostungen bis Social Media: Mit steigender Regalkomplexität sind wirkungsvolle Sortimentsstrategien am POS unerlässlich für die Orientierung der Verbraucher. Zudem lassen sich so auch Impulskäufe gezielt fördern. Angesichts einer wachsenden Sortimentsvielfalt bleibt eine klare, shopperorientierte Regalstruktur entscheidend. Das gilt umso mehr, da unsere Studien zeigen: Nur 35 Prozent der Käufer von Tiefkühlpizza und -Pizzasnacks planen ihren Kauf konkret vorab – 65 Prozent sind somit am POS beeinflussbar. Wirkungsvolle Sortimentsstrategien folgen daher weiterhin den Grundprinzipien des Category Managements: eine relevante Auswahl der nachfragestärksten Sorten, Segmente und Angebotsformen sowie eine gute Warenverfügbarkeit – insbesondere in Promotions. Für die Orientierung am POS bilden klare Dachmarkenblöcke weiterhin die Basis. Innerhalb dieser Markenlogik unterscheiden Shopper zunächst zwischen Pizza, Flammkuchen und Pizza -Snacks. Anschliessend fördern eine strukturierte Anordnung nach Segmenten, Submarken, Bodentypiken und Sorten die schnelle Wiedererkennung und Produktauswahl.
 
Ein zusätzlicher Wachstumshebel ist das Premium -Segment. Premium -Pizzen werden zunehmend als eigenes Orientierungs - und Kaufkriterium wahrgenommen und folgen damit nicht immer der klassischen Dachmarkenlogik. Eine gebündelte, sichtbare Premium -Platzierung kann deshalb die Wertigkeit der Kategorie stärken, die Orientierung verbessern und zusätzliche Kaufimpulse setzen.
 
Entscheidend ist, Premium am POS klar erlebbar zu machen – durch ausreichende Sichtbarkeit, Sortenvielfalt und eine Platzierung, die den besonderen Charakter des Segments unterstützt. Unsere Studien zeigen: immer mehr Shopper orientieren sich am Kriterium Premium. Dr. Oetker Suprema wird beispielsweise nicht primär als Teil der Dachmarke Dr. Oetker wahrgenommen, sondern klar im Premium -Segment verortet. In der konsequenten Nutzung dieses Trends liegt weiteres Potenzial für Kategoriewachstum. 
Christiane Koßmann,
Executive Manager TK/Fertigdesserts,
Dr. Oetker 
Foto: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

 

 

Impulskäufe entstehen vor allem über Anlass, Appetit und Einfachheit. Produkte müssen schnell Lust machen und klar vermitteln, wann und wie sie genutzt werden können. Saisonale Sorten wie Die Backfrische Herbstsorte, Eventbezüge, auffällige Platzierungen und Social-Media-Aktivierungen können hier starke Impulse setzen. Besonders relevant sind ausserdem Konzepte, die spontane Verzehranlässe bedienen – etwa Air-Fryer-geeignete Rustipanis mit schneller und knuspriger Zubereitung oder aufmerksamkeitsstarke Formate wie die neuen Piccolinis Sorten im Rahmen der Sonic the Hedgehog Kooperation.
Luisa Margies,
International Communications Manager & Corporate Communication,
Original Wagner Pizza

 

 

Den stärksten Trigger für Impulskäufe setzt das Produkt selbst: eine markante Verpackung, eine prägnante Markenbotschaft und das Versprechen auf ein wirklich gutes Geschmackserlebnis. Neue Geschmacksrichtungen, saisonale Sorten oder limitierte Editionen schaffen genau diesen Anlass und sorgen dafür, dass Konsumentinnen und Konsumenten im Regal innehalten. Ergänzend investieren wir in direkte Markenerlebnisse, wie Verkostungen im Markt oder mit unserem Pizzen-Bulli direkt vor der Tür. Wer unsere Pizza einmal probiert hat, kauft sie. Genau deshalb ist die direkte Begegnung zwischen Marke und Mensch für uns unerlässlich.
Christoph Schramm,
Geschäftsführer,
Gustavo Gusto

 

 

Produkte

Dr. Oetker
Premium-Tiefkühlpizzagenuss verspricht die «Suprema Tonno» mit zartem MSC-zertifizierten Thunfisch, roten Zwiebeln, Kapern und Ricotta-Creme – zusammen mit einer Emilia-Romagna-Tomatenpassata auf dem luftigen knusprigen und aromatischen Pizzaboden aus dreifach gereiftem Teig.

Gustavo Gusto
Die «Gustavo Gusto Diavola» bringt ins TK-Regal: Würzige Nduja-Crumbles, gegrillte Paprika und die mit Chiliflocken verfeinerte Tomatensosse sorgen für ein feuriges Geschmackserlebnis. Der extra lange gereifte Teig wird schonend von Hand geformt und bei rund 400 °C auf Stein vorgebacken. Ohne künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder Farbstoffe.