Die Kategorie Fertiggerichte wächst – sowohl in der Sortimentsvielfalt wie im Absatz als auch im Produktionsvolumen. Conveniente Mahlzeiten überzeugen immer mehr Verbraucher mit schnellem Genuss, neuen Geschmackserlebnissen sowie individuell passenden Rezepturen.
Singles an Pizza-Tiefkühltruhen oder Familien, bei denen täglich frisch gekocht wird – Klischees, die längst ein Update erhalten haben. Freie Zeit ist für viele Verbraucher rar und die Entscheidung über die Art der Essenszubereitung fällt je nach Zeit, Lust und Laune. Fertiggerichte punkten mit geringem Zeitbedarf und wenig Aufwand. Dank einer breitgefächerten Auswahl bieten sie auch für unterschiedlichste Ansprüche und Ernährungsgewohnheiten das jeweils Passende. Von schnellen Snacks wie heiss aufzugiessenden Nudeln über klassische Fertiggerichte, die nur noch erwärmt werden müssen, bis hin zu Premiumprodukten in Restaurantqualität – wer etwas für den schnellen Hunger sucht, findet immer mehr massgeschneiderte und individuelle Produkte.
Blick auf die Käufer
Daten des aktuellen YouGov-Reports «Germany’s Appetite for Convenience Cooking 2025» zeigen: Verbraucher aller Altersgruppen greifen regelmässig zu den schnellen Mahlzeiten. Besonders hervor hebt sich die Gruppe der Gen Z und Millennials, also Erwachsene bis Anfang 40. Sie liegen mit ihrem Konsum klar über dem Durchschnitt: Während 31 Prozent der deutschen Verbraucher mindestens einmal pro Woche Mahlzeiten komplett aus TK-Produkten zubereiten, sind es bei den Millennials sowie der Gen Z überdurchschnittliche 40 Prozent, bei der Generation X sind es 31 Prozent. Fertigmahlzeiten, die nur noch erhitzt werden müssen, bereiten sich 26 Prozent der deutschen Verbraucher mindestens einmal wöchentlich zu. Bei den Millennials sind es mit 40 Prozent sowie der Gen Z mit 39 Prozent auch hier deutlich mehr. Einzig die Gruppe der Babyboomer zeigt sich beim Konsum convenienter Mahlzeiten zurückhaltender.
Food-Trends
Aus der Sicht von Olaf Büttner, CEO bei Nissin Foods, sind es vor allem junge Berufstätige, Studierende und Familien, die Wert auf unkomplizierte, schmackhafte Mahlzeiten legen. Neben dem beliebten Klassiker «Instant Noodles» sieht man bei Nissin einen Trend hin zu Bowls, Reisgerichten sowie Premium Snacks, sprich variantenreichen Produkten, die dennoch praktisch in der Zubereitung sind. Inzwischen erreichen laut Büttner auch diese Produkte den Massenmarkt. Beispiele sind etwa die «Soba Protein Cups», eine proteinreiche Variante der «Cup Noodles Soba» sowie die Range «Nissin Ramen Premium» im Restaurant-Stil. Der Markt bewege sich nicht nur Richtung Premium, sondern generell hin zu mehr Auswahl, Authentizität und geschmacklicher Abwechslung. Treiber sieht Büttner in Trends aus Gastronomie und spezialisierten Food-Szenen.
Premium-Pizza
Ein anhaltender Trend zu Restaurant-Qualität zeigt sich in der Kategorie Tiefkühlpizza. Laut Marjana Weleda, Brand Managerin Suprema bei Dr. Oetker etablieren sich Premium-Angebote immer mehr. Zielgruppe seien vor allem qualitätsorientierte Shopper, die hochwertige Produkte schätzen. Dabei würden jüngere Haushalte sowie genussorientierte Verbraucher, die gerne Neues probieren, besonderes Interesse an Premium-Pizzen zeigen. Doch was braucht es, damit Verbraucher eine Pizza als «Premium» wahrnehmen? Dieser Frage ging die von Dr. Oetker in Auftrag gegebene Studie «Dr. Oetker Shopper Studie mit plan+impuls 2024» nach. Das Ergebnis: Nicht ein einzelnes Kriterium, sondern das Zusammenspiel verschiedener Kriterien entscheidet darüber, ob eine Pizza als Premium-Pizza wahrgenommen wird. Zu diesen gehören neben authentischem Geschmack, hochwertigen Zutaten und spezifischer Bodenbeschaffenheit etwa auch die Grösse der Pizza, eine besondere Herstellungsweise und als Resultat daraus ein vergleichsweise höherer Preis.
Schnelle Klassiker
Fertiggerichte bedienen auch den Wunsch nach convenienten Formaten, die klassische Mahlzeiten schnell auf den Tisch bringen sollen. Besonders beliebt bei den Verbrauchern sind laut Iglo Fertiggerichte aus der Länderküchen-Range und traditionelle Gerichte wie Hühnerfrikassee oder Kartoffel-Hähnchenpfanne. «Bei Iglo stehen ausgewogene Rezepturen im Mittelpunkt – auch bei Fertiggerichten», so Sebastian Bösch, Head of Sales bei Iglo. «Wir reduzieren den Salzgehalt seit Jahren Schritt für Schritt ohne Geschmackseinbusse und verzichten konsequent auf Geschmacksverstärker sowie künstliche Farb- und Aromastoffe.» Der Anspruch: Leckere, einfache Gerichte anzubieten, die flott auf dem Tisch stehen, für die schnelle Mittagspause, den Genuss am Abend oder mit den neuen XXL-Varianten auch für das gemeinsame Essen mit der Familie.
Fertiggerichte umfassen inzwischen ein variantenreiches Sortiment, bieten für jeden Wunsch etwas und haben so bei immer mehr Verbrauchern ihren
festen Platz im Einkaufswagen.