Optimierte Prozesse mit Hilfe von KI

Dienstag, 30. September 2025
Foto: ROSSMANN

ROSSMANN stellt in seiner IT-Infrastruktur die Weichen für eine ganzheitliche Cloud-Strategie und treibt gleichzeitig die Digitalisierung seiner Logistik voran. In allen Prozessen kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Im Mai 2025 führte ROSSMANN eine Hybrid-Cloud-Strategie auf Basis von Microsoft Azure Red Hat OpenShift ein (auch ARO genannt). Der Einsatz der Plattform ermöglicht es, IT-Anwendungen und Services flexibel über lokale Rechenzentren (on-premises) und über Cloud-Umgebungen bereitzustellen und zu betreiben. «Wir profitieren von standardisierten Abläufen, einer optimierten Nutzung unserer Kapazitäten und der Möglichkeit, Workloads stets in der passenden Infrastruktur zu betreiben – sei es on-premises oder in der Cloud», erläutert Stefan Kroll, Head of IT Operations Strategy & Architecture bei ROSSMANN. «Dadurch steigern wir die IT-Resilienz, erhöhen die Verfügbarkeit unserer Services und schaffen Spielraum für Innovationen.» Ein wichtiger Punkt sei die Resilienz, denn diese hybride Lösung ermögliche es, in Abhängigkeit von globalen Ereignissen ausgewählte Massnahmen auf Infrastrukturebene inhouse umzusetzen.
 
Wert aus Daten generieren
Mit ARO integriert ROSSMANN eine moderne Lösung, mit der KI-Modelle trainiert, ausgerollt und überwacht werden können – und sieht sich damit für zukünftige Digitalisierungsvorhaben gut gerüstet. «Wir schaffen damit die Grundlage, um KI-Initiativen gezielt weiterzuentwickeln und schnell in die Praxis zu überführen», so Kroll. «Das ist ein wesentlicher Schritt, um Wert aus Daten zu generieren und künftige Wettbewerbsvorteile zu sichern.» ROSSMANN will mit der neuen Infrastruktur nicht nur seine Innovationskraft stärken, sondern sich zugleich als attraktiver Arbeitgeber für IT-Talente positionieren. Denn Red Hat OpenShift sei eine Plattform, die «sowohl Entwicklern als auch Administratoren eine erstklassige Benutzererfahrung bietet».
 
Optimale Frachten-Planung
Nach einer 1,5-jährigen Entwicklungs- und Implementierungsphase führte ROSSMANN im Juni 2025 die gemeinsam mit dem hannoverschen Unternehmen Graphmasters entwickelte KI-Lösung «NUNAV» in der Logistik ein. Das Ziel: Die Tourenplanung soll so realitätsnah wie möglich erfolgen, um eine optimale Planbarkeit und Auslastung der LKW zu gewährleisten. «Uns überzeugte massgeblich, dass Graphmasters einen anderen Ansatz bei der Berechnung des Verkehrs nutzt, was zu präziseren Vorhersagen und genauerer Planbarkeit der LKW sowie unserer Fahrer führt – dies sind völlig neue Dimensionen der Logistik», so Hendrik van Duuren, Geschäftsleiter Logistik.
 
KI blickt in die Zukunft
Der Kern des Systems ist ein KI-Modul, das auf Basis von Millionen gesammelter Verkehrsdaten präzise Prognosen für die Zukunft erstellt. Der Clou: Dank Künstlicher Intelligenz kann das System das zukünftige Auftragsvolumen auf Grundlage historischer Daten genau vorhersagen. Laut ROSSMANN ein grosser Vorteil, da das endgültige Volumen der zu beliefernden Verkaufsstellen häufig erst kurzfristig feststehe. Gleichzeitig werden Urlaubs- und Arbeitszeiten der Fahrer automatisch in die Planung integriert, was eine vorausschauende Einsatzplanung ermöglicht.
 
Erfolgreiche Einführung
ROSSMANN hatte im Juni bereits nahezu alle Regionallagerstandorte mit dem neuen System ausgestattet. Die Einführung verlief erfolgreich, da die Tourenplanung in enger Abstimmung mit den operativen Teams vor Ort entwickelt wurde. Das System bildet nicht nur die aktuellen Abläufe realitätsgetreu ab, sondern ermöglicht auch die Simulation und Bewertung zukünftiger Szenarien. Laut ROSSMANN ist das ein Schlüssel für langfristige Optimierungen: «Wir können die Logistikprozesse kontinuierlich optimieren, um eine zukunftsfähige, effiziente und mitarbeiterfreundliche Logistik zu gewährleisten.»

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Das Unternehmen

Mit einem Jahresumsatz von 15,3 Milliarden Euro und einem Umsatzwachstum von 10,2 Prozent im Jahr 2024 blickt ROSSMANN auf ein weiteres Rekordjahr zurück. In Deutschland erzielte der Markant Partner ein Plus von 6 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,3 Milliarden Euro) und betreibt hier aktuell 2311 Drogeriemärkte. Insgesamt zählt das Unternehmen 4966 Standorte in 9 Ländern - und beschäftigt 65 500 Mitarbeiter. 330 kommende Neueröffnungen im Jahr 2025 sind mit weiteren Arbeitsplätzen in Voll- und Teilzeit verbunden. Das Investitionsvolumen im aktuellen Geschäftsjahr liegt bei 540 Millionen Euro.