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Neue digitale Services

Freitag, 26. April 2019
Foto: Kaufland

Kaufland baut seine digitalen Kunden-Services kontinuierlich aus und betritt mit einigen Projekten im deutschen Lebensmittelhandel Neuland. Dazu gehören der WhatsApp-Newsletter und der neue Smartbon.

Als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler hat Kaufland im November 2018 seinen Kunden mit dem WhatsApp-Newsletter-Service eine weitere Informationsquelle erschlossen. Sie ergänzt das Print-Prospekt, die Website und den E-Mail-Newsletter von Kaufland. In kurzen, übersichtlichen Push-Nachrichten erhält der Kunde Informationen zu aktuellen Aktionen und Hintergründe zu wöchentlichen Spezialthemen. Jeden Donnerstag gibt es ein Kochrezept, das auf dem Thema der Woche aufbaut. Der Nutzer hat die Wahl, zu welchen Themen er Informationen erhält: zu Angeboten, Rezepten, Gewinnspielen oder anderen Inhalten. Er wählt dazu nach der Anmeldung seine Interessen aus, und der Newsletter wird auf ihn angepasst.

Kanal mit grosser Wirkung

«Es war naheliegend, mit WhatsApp auf einen Messenger-Dienst zu setzen, den über 60 Prozent der Bevölkerung nutzen. Damit sind wir noch näher dran an der Lebens- und Einkaufswelt unserer Kunden», sagt Christoph Schneider, Leiter Kaufland Marketing Deutschland. «Die Kurznachrichten sind schnell, unkompliziert und auf den Punkt – genau so wollen unsere Kunden kommunizieren.» Dass Kaufland mit dem neuen Informationskanal eine grosse Zielgruppe erreichen kann, bestätigt auch die «MessengerPeople-Studie 2018» (s. INFO). Rund 120 Millionen Kundenanfragen haben deutsche Unternehmen 2018 erhalten; 98 Prozent davon per WhatsApp. Nach dem Einstieg von Kaufland dürften es 2019 noch einmal deutlich mehr werden. «Unsere Kunden nehmen dieses Angebot sehr gerne wahr», berichtet eine Unternehmenssprecherin, «wir verzeichnen steigende Userzahlen.»

Zu den digitalen Kommunikationsmitteln von Kaufland gehört auch eine kostenlose App für iOS und Android. Mit der Kaufland-App können die Nutzer Einkaufslisten teilen, Angebote im Blick behalten und sich Rezeptideen holen. Wer mit einem Fingertipp Angebote und Rezeptzutaten auf die Einkaufsliste setzt, kann diese dann über E-Mail oder WhatsApp teilen. Die Nutzer haben über die App Zugriff auf dieselben Listen wie direkt auf der Kaufland-Webseite – die Einkaufslisten synchronisieren sich in Echtzeit. Darüber hinaus liefert eine Rezeptdatenbank regelmässig Ideen zum Nachkochen.

Online-Portal für Familien

Im April 2019 eröffnete Kaufland sein Online-Portal «FamilienMomente» und führt zeitgleich eine Gratis-Willkommens-Box für Neugeborene ein. Zum Portal anmelden können sich werdende Eltern und Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren. Das Online-Portal unterstützt die Eltern fortan mit Tipps zu Ernährung, Körperpflege und Erziehung sowie regelmässigen Aktionen.

Pfandflaschen vor dem Einkauf abgegeben und den kleinen Papierbon beim Bezahlen vergessen? Auch für diese Situation gibt es jetzt etwas Neues bei Kaufland: Seit April wird in Süddeutschland der «Smartbon» getestet. In zwölf Filialen können Kunden mit der Smartbon-App an einem Touch-Displays ihren Leergutbon digital generieren lassen. Einlösbar sind die Bons in rund 150 Märkten in Süddeutschland. Die App steht zunächst im «Google Play Store» kostenlos zur Verfügung, soll bald auch für iOS-Geräte verfügbar sein. Dass durch die Digitalisierung bei über 660 Filialen jährlich rund 200 Millionen ausgedruckte Pfandbons eingespart werden könnten, ist für Kaufland auch «ein grosser Benefit im Zeichen der Nachhaltigkeit.» Da die Bons durchschnittlich jeweils zwölf Zentimeter lang sind, ergäbe das in Summe einen rund 24.000 Kilometer langen Papierstreifen.

Info

Messenger-Apps: Wichtiges Marketinginstrument
Über 50 Prozent der Deutschen nutzen Messenger wie etwa WhatsApp, Facebook Messenger oder iMessage mehrmals pro Tag, elf Prozent sogar mehrmals pro Stunde. Das zeigt die «MessengerPeople-Studie 2018» von MessengerPeople und YouGov. Unter den Messengern ist WhatsApp am beliebtesten: 45 Prozent erlauben der App sogar, ihnen Push-Nachrichten auf den Sperr-Bildschirm zu senden. Das geht aus der Studie hervor, für die mehr als 2 000 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden. Danach steht WhatsApp sowohl bei Android als auch bei iPhone an der Spitze. Rund 90 Prozent der 14- bis 60-Jährigen nutzen den Service täglich oder mehrmals pro Woche.

Nach Telefon und E Mail ist bei den Verbrauchern ein Kundenservice via Messenger am beliebtesten. Von deren Möglichkeiten schätzen die Kunden vor allem Terminvereinbarungen und Abruf von Informationen, aber auch die Übermittlung von Beschwerden und Reklamationen. «Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, dass Messenger-Apps wie WhatsApp mittlerweile unverzichtbar für die Bevölkerung, aber auch für Unternehmen geworden sind», so Matthias Mehner, Marketing Officer bei MessengerPeople.